Deutsch

Jazzclub UNTERFAHRT
Einsteinstraße 42
81675 München
Club: +49 (0)89 448 27 94

Öffnungszeiten Mo. bis So.: 19.30 bis 1.00 Uhr
Konzertbeginn: 21.00 Uhr
U-Bahn Max-Weber-Platz (U4/U5)

Okt 2015 | Dez 2015

Programm November 2015

01 | 02 | 03 | 04 | 05 | 06 | 07 | 08 | 09 | 10 | 11 | 12 | 13 | 14 | 15 | 16 | 17 | 18 | 19 | 20 | 21 | 22 | 23 | 24 | 25 | 26 | 27 | 28 | 29 | 30 |
Monatsprogramm | Heutiges Konzert

So. 01.11. 21 Uhr

Omer Avital Quintet

Omer Avital (b), Asaf Yuria (sax), Alexander Levin (sax), Yonathan Avishai (p), Ofri Nehemya (dr)

Als Omer Avital 1992 nach New York zog, ist er einer der ersten israelischen Musiker, die ihr Glück im Mutterland des Jazz versuchen. Mitte der 90er Jahre trifft er im Smalls Jazzclub in Greenwich Village auf eine brodelnde Jazz-Szene und wird rasch zu einem der wichtigsten Protagonisten der Szene. Fern seiner Heimat macht er sich den U.S. Jazz-Sound zu eigen und wird gleichermaßen von ihm adoptiert – eine hoch energetische Synthese, den Blick weit in die Zukunft gerichtet, die Füße fest auf dem Boden der Traditionen. Seine Musik ist die Essenz der Assimilation zweier Kulturen – eine Verschmelzung, die unendlich nachzuhallen scheint in der Farbigkeit der Rhythmen und Melodien, der lustvollen Kombination afro-amerikanischer Grooves mit rituellen Sequenzen, der Verbindung östlicher Phrasierung mit der leidenschaftlichen Tiefe des Gospels und der Expressivität des Soul. Ein einziger Blick auf die Tracklist des aktuellen Albums 'New Song' (Motema) reicht aus, um zu wissen, wie sehr er sowohl gen Osten als auch nach New York schaut, wie sehr er die Einsamkeit der arabischen Wüsten im Blick hat und doch die urbane Lebendigkeit einer Großstadt liebt. Weitere Informationen

Mo. 02.11. 21 Uhr Big Band Night

Earforce

Chris Haller, Gregor Bürger, Ferdinand Settele (sax), Florian Jechlinger, Reinhard Greiner, Gabriel Keogh, Mathias Engl (tp), Roman Sladek, Lukas Jochner (tb), Jan Zehrfeld (g), Jan Eschke (keys), Heiko Jung (b), Sebastian Wolfgruber (dr)

Zum zweiten Mal in diesem Jahr steht die Earforce-Bigband in der Unterfahrt auf der Bühne. Zu hören gibt es ausschließlich Selbstkomponiertes aus der Feder des Bandleaders Gregor Bürger, stilistisch einzuordnen zwischen Funk, Fusion und Groove-Jazz, und musikalisch angereichert durch Einflüsse brasilianischer und afrokubanischer Latin-Sounds. Weitere Informationen

Di. 03.11. 21 Uhr CD-Präsentation

Yaron Herman - ‘Everyday’ feat. Ziv Ravitz

Yaron Herman (p), Ziv Ravitz (dr)

Weltklasse-Pianist Yaron Herman spielte Konzerte auf allen Kontinenten, hatte den Vorsitz der Jury des Montreux Jazz Festival Wettbewerbs inne und wurde mit zahlreichen internationalen Auszeichnungen bedacht - und das mit gerade 34 Jahren. Er war sogar der erste Jazz-Pianist, der in der 'Verbotenen Stadt' in Peking spielte. Gespeist von unterschiedlichsten Einflüssen entwickelte der israelische Musiker einen beispiellosen Stil aus 'real time composition' und wilder Improvisation, der seinen Höhepunkt in einer Form findet, die spielerisch, filmisch und schier atemberaubend ist. Herman ist bekannt für seine energiegeladenen Konzerte, voller pulsierender Rhythmen und komplexen Melodien. Sein neues Album 'Everyday' (Blue Note) konzipierte er mit seinem musikalischen Alter Ego, Drummer Ziv Ravitz, mit dem er heute im Duo zu hören sein wird. Für Electronics, Remix und Sound-Effekte zeichnet sich auf der Einspielung der legendäre Tonmeister und Musiker Valgeir Sigurdsson (Björk, Sigur Rós, Brian Eno) verantwortlich. Die Presse lobt die Platte als "ein Beispiel dafür, wie aufregend die Musik des 21. Jahrhunderts klingen kann, wenn sie sich nicht von Genregrenzen einengen lässt." (Jazzecho) Weitere Informationen

Mi. 04.11. 21 Uhr CD-Präsentation

Christian Scott - ‘Stretch Music’

Christian Scott (tp), Elena Pinderhughes (fl), Braxton Cook (sax), Dominic Minix (g), Lawrence Fields (p), Kris Funn (b), Corey Fonville (dr), Joe Dyson (dr/perc)

Die internationale Presse erklärte den jungen Trompeter und Komponisten Christian Scott aus New Orleans bereits zum Initiator einer "neuen Jazz-Ära" (NPR), die JazzTimes sieht ihn gar als "jungen Stilgott des Jazz". Scotts Musik zeichnet sich durch eine besondere künstlerische Eigenständigkeit aus: Er erfand für sein Spiel die sogenannte Whisper-Technik, mit der er menschliches Flüstern auf seinem Instrument simuliert. Seinem musikalischen Stil gab er auch gleich einen eigenen Namen: 'Stretch Music'. Musik, die im Jazz verwurzelt, zugleich so dehnbar ist, dass darin weitere Genres - von Hip Hop bis Indie Rock – und vor allem auch die musikalischen Einflüsse seiner multikulturellen Heimatstadt ihren Platz finden. Als Referenz dazu erscheint im September beim Label Ropeadope sein neuestes Album 'Stretch Music'. Christian Scotts genreübergreifender Stil wurde zudem geprägt durch die Zusammenarbeit mit Künstlern unterschiedlichster Musikrichtungen wie Mos Def, Thom Yorke, Prince und Solange Knowles. Weitere Informationen

Do. 05.11. 21 Uhr CD-Präsentation

Tobias Meinhart & Ingrid Jensen - ‘Natural Perception’

Tobias Meinhart (sax), Ingrid Jensen (tp), Yago Vazquez (p), Phil Donkin (b), Jesse Simpson (dr)

'Natural Perceptions' (Enja) ist der Leitgedanke der neuen CD und aktuellen Tour des gebürtigen Regensburger Saxofonisten Tobias Meinhart, der seit fünf Jahren in New York lebt. Für dieses neue Projekt komponierte er das erste Mal explizit Stücke für Trompete und lud sich seine langjährige Mentorin, Startrompeterin Ingrid Jensen in die Band ein. Bekannt wurde Jensen vor allem durch ihre Arbeit mit dem Maria Schneider Orchestra. Immer wieder ist die Kanadierin unter den Top 5 der jährlichen Downbeat Critics Poll zu finden. Seine US-Band komplettiert Meinhart mit vielversprechenden Newcomern. So ist heute Abend in der Unterfahrt Bassist Phil Donkin zu hören. Als gefragter Sidemen wie von Kurt Rosenwinkel und Dhafer Youssef pendelt der Engländer zwischen Berlin und New York. Der junge Jesse Simpson aus San Francisco treibt die Band am Schlagzeug an und der Spanier Yago Vazquez spielt Klavier. Ihr gemeinsamer Sound lässt sich als vom Jazz der 60er Jahre beeinflussten, melodischen Modern-Jazz bezeichnen. Aber es fließen auch aktuelle Musikstile wie Singer-Songwriting oder Hip Hop in die Kompositionen ein. Weitere Informationen

Fr. 06.11. 21 Uhr CD-Präsentation

Lisa Bassenge - ‘Canyon Songs’

Lisa Bassenge (voc), Jacob Karlzon (p, keys), Kai Brückner (g), Andreas Lange (b), Tobias Backhaus (dr)

"Wenn Melancholie so verführerisch klingt wie bei Lisa Bassenge, dann trägt das Thema 'verlorene Liebe' auch mal ein ganzes Album", schrieb der Rolling Stone über sie. Eine "Stimme, die einen in den schönsten Träumen wiegt", hörte die taz, während der Musikexpress in ihr "bald Diva, bald Blues-Lady, bald Vamp, bald Mary Poppins" erkannte. So euphorisch einig wie bei Lisa Bassenge sind die Kommentatoren sich selten. In rund 20 Jahren Karriere hat die Berlinerin mit ihren Bands 'Micatone' und 'Nylon', mit dem 'Lisa Bassenge Trio' oder solo das Publikum begeistert und insgesamt 14 Alben veröffentlicht. Mit ihrer urbanen Mischung aus Jazz, Blues und Chanson hat sie sich den Rang einer der besten deutschen Sängerinnen erobert. 'Canyon Songs', das neue in Los Angeles aufgenommene Album, ist nun ein neuer Schritt für die Künstlerin. Es ist nicht nur ihre erste Veröffentlichung für Edel/MPS – es ist das erste Mal, dass sie sich aus den lange vertrauten musikalischen Kontexten herausgewagt hat. Mit diesem Album verbeugt sie sich vor der Singer-Songwriter-Szene von Los Angeles und interpretiert Klassiker von The Doors, Elliott Smith, den Beach Boys und Joni Mitchell. Lisa Bassenge präsentiert ihr neues Album noch vor der offiziellen Release-Tour in einem exklusiven Konzert in der Unterfahrt. Weitere Informationen

Sa. 07.11. 21 Uhr ACT: Jazz Night

Rudresh Mahanthappa - ‘Bird Calls’

Rudresh Mahanthappa (as), Adam O’Farrill (tr), Joshua White (p), Francois Moutin (b), Dan Weiss (dr)

"Definitiv eine der stärksten Stimmen der Jazzszene", schreibt All Music Guide über den New Yorker Altsaxofonisten und Komponisten Rudresh Mahanthappa. Als "begnadeten Konzeptionisten" lobt ihn die Village Voice. Zahlreiche Auszeichnungen und Preise dokumentieren, dass er zu den kreativsten und innovativsten Jazzkünstlern seiner Generation gehört. Bei den diesjährigen Downbeat Critics Poll zählte er wieder zu den großen Gewinnern. Die Kritiker des weltweit bekanntesten Jazzmagazins wählten 'Bird Calls' (ACT), Mahanthappas neue CD und Hommage an Charlie Parker, zum Album des Jahres. Wie schon in den Vorjahren wurde er außerdem zum Altsaxofonisten des Jahres gekürt und gewann in der Kategorie Rising Star Composer. Als Sohn südindischer Auswanderer, die in den fünfziger Jahren in die USA gingen, wuchs der 1971 in Triest geborene Mahanthappa in Boulder/Colorado auf. Seine Eltern waren gläubige Hindus, doch es wurde Englisch gesprochen und westliche Musik gehört. Seit 2011 ist Mahanthappa exklusiver ACT Künstler. Schon in seinem Debütalbum 'Samdhi' verband er seine Wurzeln aus der höchst komplexen Rhythmik und Melodik der indischen Musik mit der Energie und dem Vokabular des modernen Jazz – hochvirtuos und mit überwältigender Energie und Spielfreude. Weitere Informationen

So. 08.11. 21 Uhr

Jam Session mit Lipa Majstrovic

Lipa Majstrovic (voc)

Die in München lebende Sängerin Lipa Majstrovic ist nicht nur als stimmgewaltige Soul-Diva und Popsängerin bekannt, sondern auch als versierte Jazz-Vokalistin und einfühlsame Interpretin im Duo oder im kammermusikalischen Bereich. Ihre Gesangsausbildung erhielt sie bei Kim Nazarian (New York Voices), Sheila Jordan und Michael Schiefel. Die November Sessions eröffnet sie mit den Musikern ihres Quartetts 'Lipa' zusammen mit Guido May an den Drums, Paul Tietze am Bass und Andrea Hermenau am Klavier. Weitere Informationen

Mo. 09.11. 21 Uhr Big Band Night

Maria Schneider Orchestra

Maria Schneider (cond), Steve Wilson, Dave Pietro, Rich Perry, Donny McCaslin, Scott Robinson (sax), Greg Gisbert, August Haas, Mike Rodriguez, Frank Greene, Ryan Keberle, Marshall Gilkes (tp), Keith O’Quinn, George Flynn (pos), Ron Oswanski (acc), Lage Lund (g), Frank Kimbrough (p), Jay Anderson (b), Jonathan Blake (dr)

Maria Schneiders Musik wird von Presse und Publikum immer wieder als majestätisch, magisch, atemberaubend und grenzenlos gefeiert. Mit der Veröffentlichung ihres erstes Albums 'Evanescence' wurde die US-amerikanische Komponistin mit ihrem Orchester im Jahr 1994 berühmt. Mit dieser Aufnahme begann Schneider, eine sehr individuelle Art des Komponierens für ihr 17-köpfiges Kollektiv zu entwickeln. Für ihr Ensemble, bestehend aus einigen der besten internationalen zeitgenössischen Jazzmusikern, entwirft sie maßgeschneiderte Kompositionen, in denen jede einzigartige kreative Stimme in der Gruppe hervorgehoben wird. Schneiders Musik verwischt Genregrenzen, und so reichen ihre Kooperationspartner und Auftraggeber vom Carnegie Hall Jazz Orchestra, Monterey Jazz Festival, The American Dance Festival, Los Angeles Philharmonic Association, Peter Sellars 'New Crowned Hope Festival' in Wien, Kronos Quartet, The Saint Paul Chamber Orchestra und dem Ojai Music Festival bis hin zu einer Zusammenarbeit mit David Bowie. Schneider und ihr Orchester blicken auf eine bemerkenswerte Karriere mit zehn Grammy-Nominierungen und drei Grammy-Awards zurück, sowohl in Jazz- als auch in Klassik-Kategorien. Weitere Informationen

Di. 10.11. 21 Uhr

Digital Primitives

Cooper-Moore (diddley-bow, perc, fl, ashimba, mouth bow, hoe-handle harp), Assif Tsahar (ts, bcl), Chad Taylor (dr)

Wer die Musik der 'Digital Primitives' kennt, mag nach stilistischen Schubladen suchen: Jazz, instrumentaler Avantgarde-Rock oder vielleicht eher eine eigenwillige Variante amerikanischer Roots Music? Zweifelsohne ist ihnen eine unkonventionelle Klangkunst zuzuschreiben. Kopf und treibende Kraft der Band ist der aus Virginia stammende Musiker, Musikpädagoge und Multimedia-Künstler Cooper-Moore. Als exzellenter, dem freien Jazz nahe stehender Pianist spielte er u.a. mit David S. Ware und William Parker. Das Bauen und Spielen von selbst entworfenen Instrumenten ist seine Leidenschaft, die er mit den 'Digital Primitives' grenzenlos ausleben kann. Neben sich hat er dafür die idealen Partner: den in Tel Aviv aufgewachsenen, wie Cooper-Moore in New York lebenden Saxofonisten Assif Tsahar sowie Chad Taylor an den Drums, den man auch vom 'Chicago Underground Trio' bzw. Quartet kennt. Es ist somit kein Widerspruch, dass es im Trio des Pianisten Cooper-Moore kein Klavier gibt. Zum Einsatz bringt er stattdessen ein bundloses Banjo, eine Mund-Violine und andere seiner handgemachten Instrumente. Im Zusammenspiel entsteht eine Musik voller Dramatik, Überraschungen, Spiel- und Lebensfreude - tief verwurzelt in den afroamerikanischen Traditionen von Jazz, Funk und Blues, aber auf fulminante und hypnotische Art neu zusammengesetzt. Weitere Informationen

Mi. 11.11. 21 Uhr CD-Präsentation

Alfredo Rodríguez Trio

Alfredo Rodríguez (p), Munir Hossn (b), Michael Olivera (dr)

In der Musik des Grammy-nominierten kubanischen Künstlers Alfredo Rodríguez finden sich Referenzen zu Jazz-Legenden wie Keith Jarrett, Thelonious Monk und Art Tatum. Ausgebildet in den strengen klassischen Konservatorien Havannas, ist seine Arbeit sowohl von Werken Bachs und Strawinskys als auch vom Jazz und seinen kubanischen Wurzeln geprägt. 2006 hörte Quincy Jones Rodríguez auf dem Montreux Jazz Festival und nahm sich seiner an. Dank der Unterstützung des berühmten Mentors gelangte der Pianist schnell zu internationaler Anerkennung. Sein zweites, 2014 erschienenes Album 'The Invasion Parade' (Mack Avenue/koproduziert von Quincy Jones) ist eine Reminiszenz an seine Heimat Kuba, an die Menschen und die Kultur, die er hinter sich ließ, als er 2009 in die USA ging. Rodríguez verbindet Latin, Jazz und klassische Musik auf eine Weise, die es dem Zuhörer unmöglich macht, ihn in eine Schublade zu stecken. Weitere Informationen

Do. 12.11. 21 Uhr From Bach to Piazzolla

Hugo Siegmeth & Axel Wolf - 'Flow'

Hugo Siegmeth (sax, cl), Axel Wolf (laute, theorbe)

Klassische Musik inspiriert seit jeher Jazzkünstler in ihrem Schaffen. Faszinierend dabei sind die unterschiedlichen Herangehensweisen der Musiker und somit die verschiedenartigen Bearbeitungen, Umsetzungen und Interpretationen klassischer Werke. Der Jazzclub Unterfahrt widmet dieser Erscheinung in der Jazzgeschichte eine Konzertreihe: vier 'klassische' Jazz-Abende kreativen Spiels mit Musik von Bach bis zu der zeitgenössischer Komponisten.
Auf ihrem aktuellen Album 'Flow' (OehmsClassics) kombinieren die beiden 'musikalischen Brüder im Geiste' - Axel Wolf und Hugo Siegmeth - frühe klassische Musik mit Jazz, mit Laute und Saxofon. Sie widmen sich u.a. Werken von Claudio Monteverdi, George Gershwin, John Dowland und Miles Davis. Intensiv und frei treffen sich hier die Stile. Ohne Berührungsängste erschaffen Siegmeth und Wolf kleine Meisterwerke – zeitlose Musik aus singendem Holz. Hugo Siegmeth sieht sich als europäischen Jazzmusiker, für den es selbstverständlich ist, auch klassische Musik als Improvisationsfeld zu nutzen. Seit 2006 komponiert und produziert er außerdem Filmmusiken. Der Echopreisträger und international gefragte Lautenist Axel Wolf ist einer der profiliertesten Vertreter seines Instruments. Das Spektrum seiner musikalischen Aktivitäten erstreckt sich vom Solospiel über Kammermusik bis hin zum Operngraben. Weitere Informationen

Fr. 13.11. 20:00 Uhr BR-Klassik Mitschnitt

Junger Münchner Jazzpreis 2015

1. Just Another Foundry: Jonas Engel (sax), Florian Herzog (b), Anthony Greminger (dr) 2. Andreas Feith Quartett: Jan Prax (sax), Andreas Feith (p), Tilmann Oberbeck (b), Dominik Raab (dr) 3. Marius Peter Rearranged: Marius Peters (g), Stefan Jackmuth (b), Silas Jakob (dr)

Bereits zum dritten Mal wird der Junge Münchner Jazzpreis im Jazzclub Unterfahrt vergeben. Unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Dieter Reiter und ausgewählt von einer hochkarätigen Fachjury stehen heute drei vielversprechende Nachwuchsbands im Finale:
Just Another Foundry
In den Kompositionen des Kölner Trios spiegelt sich stets ein authentischer Klang wider. Auf ihrem Weg gehen die drei jungen Männer völlig andere Wege als es in einer foundry - einer Manufaktur - der Fall ist. Anstatt das Werkstück in eine Form zu pressen und ihm so enge Toleranzen aufzubürden, wählen sie die Form der Freiheit im Zusammenspiel trotz mikrotonaler Strukturen und vertrackter Grooves. Durch die Spontaneität der Musiker entwickelt jedes ihrer Stücke eine außergewöhnliche Eigendynamik.
Andreas Feith Quartett
Für sein erstes Quartett war es Andreas Feiths Ziel, mithilfe bedingungsloser Energie, Risikobereitschaft und unbändiger Spielfreude aller beteiligten Musiker aufrichtigen Modern Straight Ahead Jazz auf die Bühne zu bringen. Swing und Groove treffen dabei auf einfühlsame Balladen und freie Rubato Passagen, Simplizität folgt auf Komplexität. Hier und da werden Extreme ausgelotet, immer mit dem Bestreben, die Stärken der ausgewählten Musiker zu unterstreichen und Plattformen für improvisatorische Verwirklichung zu bieten.
Marius Peter Rearranged
Melancholie, Dramatik, Euphorie – das Trio spielt gekonnt mit verschiedensten Stimmungen und lässt die Zuhörer in seine Empfindungen eintauchen. Dabei bieten die drei Künstler spannende Nuancen und übertragen ihren Spaß und ihre Begeisterung für die Musik unmittelbar auf das Publikum. Ideenreich ausgearbeitete Arrangements sind Grundstein für die Neuentdeckung bekannter Melodien, die so für den Hörer eine unerwartete Wendung nehmen. Marius Peters Gitarrenspiel entwickelt so eine eigene Improvisations- und Kompositionssprache. Virtuoses Gitarrenspiel trifft auf eine Rhythmusgruppe, die mit feinen Verzierungen Akzente setzt, aber auch Impulse in neue, unerwartete Richtungen gibt.
Einlass ab 19 Uhr Weitere Informationen

Sa. 14.11. 21 Uhr ECM Artists in Concert

Susanne Abbuehl - 'The Gift'

Susanne Abbuehl (voc), Matthieu Michel (flh), Wolfert Brederode (p), Øyvind Hegg-Lunde (dr, perc)

Ihre Alben sind gesungene Poesie. Die schweizerisch-niederländische Sängerin Susanne Abbuehl lässt ihren Worten viel Raum. Auf ihrem aktuellen Album 'The Gift' (ECM) dringt sie in das Innerste ihrer Songtexte ein, erforscht ihre Rhythmen, Melodien und Bedeutungen, um sie dann frei und sanft schweben zu lassen. In ihnen finden sich neben eigener Lyrik auch Referenzen zu Autoren wie Emily Dickinson, Emily Brontë, Sara Teasdale und Wallace Stevens. Während ihr letztes Album 'Compass' vom Reisen und Unterwegssein berichtet, handelt 'The Gift' von den Freuden, einen Hafen, ein Heim zu haben. Es erzählt begeistert vom Reichtum und der Fruchtbarkeit der vertrauten, heimischen Landschaften im Wechsel der Jahreszeiten. Die Atmosphäre, die diesen Texten und Melodien entspringt, habe laut des Magazins Jazzpodium eine "fast schon spirituelle Aura". Weitere Informationen

So. 15.11. 21 Uhr CD-Präsentation

Stacey Kent - 'Tenderly'

Stacey Kent (voc), Jim Tomlinson (sax, fl), Graham Harvey (p, rhodes), Jeremy Brown (b), Josh Morrison (dr)

Die international gefeierte Sängerin Stacey Kent präsentiert ihr brandneues Album 'Tenderly' (Sony), eine intime Sammlung von Standards, für die sie sich am Great American Songbook orientiert hat. Nachdem die US-Amerikanerin bereits die britische Jazzszene aufmischte und zahlreiche Preise gewann, ist sie inzwischen auch in ganz Europa zu einem Begriff geworden: Ihr Album "Breakfast In The Morning Tram" (EMI/2007) erreichte in Frankreich Platin, in Deutschland Goldstatus. In ihrer amerikanischen Heimat schaffte sie eine Nominierung für die Grammy-Awards. Der britisch-japanische Autor Kazuo Ishiguro ('Was vom Tage übrig blieb') schrieb eigens Songtexte für Stacey Kent und schwärmte über sie: "...here's a great jazz diva of our age." Weitere Informationen

Mo. 16.11. 21 Uhr Big Band Night

The Uptown Jazz Orchestra

Franz Weyerer, Albrecht Huber, Nemanja Jovanovic, Florian Jechlinger (tp), Christoph Hörmann, Evan Tate (as), Alexander von Hagke, Matthieu Bordenave (ts), Wolfgang Roth (bs), Roman Sladek, Lukas Jochner, Auwi Geyer (tb), Tizian Jost (p), Ernst Techel (b), Matthias Gmelin (dr)

Eine Big Band zum Klingen zu bringen ist für nahezu jeden Jazzmusiker, als ginge ein lang gehegter Wunschtraum in Erfüllung. Es verlangt aber neben Visionen und Teamgeist auch eine gehörige Portion Mut. Dass sich das Uptown Jazz Orchestra um Leader und Trompetensolist Franz Weyerer in den vergangenen Jahren nicht nur in der Landeshauptstadt, sondern im gesamten süddeutschen Raum zu einer außergewöhnlichen Großformation gemausert hat, spricht ohne Zweifel für die Qualität der beteiligten Musiker. Die Band verleiht jedem Song mit präzisen Bläsertutti, virtuosen Soli und farbenreichen Arrangements ein groovendes, unverwechselbares Gesicht. Weitere Informationen

Di. 17.11. 21 Uhr

Pete York Drum Boogie

Pete York (dr, voc), Nina Michelle (voc), Christoph Steinbach (p, voc), Stephan Holstein (sax)

Mit der 'Spencer Davis Group' und dem Nummer-Eins-Hit 'Keep on Running' erlangte Pete York 1965 seinen Durchbruch. Nach der Trennung der Band tourte York mehrere Jahre im Duo mit Eddie Hardin in 'The World’s Smallest Big Band', deren Erfolg beachtlich war. Genregrenzen gab es für York nie. Er ist im Rock’n Roll ebenso zu Hause wie im New Orleans Funk, Big Band Swing, Symphony Orchestra, Bebob, Mainstream, Dixiland, Blues und allen Arten ethnischer Musik. Die Liste der Künstler scheint schier endlos, mit denen er gearbeitet hat: Er spielte mit Chris Barber, Klaus Doldinger, Brian Auger und vielen anderen Größen des internationalen Jazz. Aber auch mit Bluesern wie Dr. John, Long John Baldry, mit Rockern wie Eric Clapton, Eric Burdon und dem verstorbenen Jon Lord (Deep Purple), mit Liedermachern wie Konstantin Wecker und verschiedenen Kammerorchestern. Mehr als 50 Alben wurden von oder mit ihm veröffentlicht. Auf der Bühne überzeugt er zudem mit seinem britischen Humor als Entertainer - es ist ein unvergessliches Erlebnis, bei Yorks Live-Auftritten seinen Geschichten zu lauschen, die er zwischen den Musikstücken erzählt. Weitere Informationen

Mi. 18.11. 18:00 Uhr Zusatzkonzert

Kamasi Washington - 'The Epic'

Kamasi Washington (sax), Patrice Quinn (voc), Ryan Porter (tb), Rickey Washington (fl, cl), Brandon Coleman (keys), Miles Mosley (b), Tony Austin (dr), Ronald Bruner (dr)

Wegen der großen Nachfrage spielt Kamasi Washington ein verkürztes Zusatzkonzert. Weitere Informationen

Mi. 18.11. 21:00 Uhr

Kamasi Washington - 'The Epic'

Kamasi Washington (sax), Brandon Coleman (keys), Miles Mosley (b), Tony Austin (dr), Ronald Bruner (dr)

Kamasi Washingtons 'The Epic' (Brainfeeder) ist die Überraschung des Jahres. Das Album schoss scheinbar aus dem Nichts auf Platz 47 der hiesigen Charts, erreichte die Höchstwertung bei Spiegel Online und belagerte fast jedes erdenkliche Feuilleton. Ganz zu schweigen von der gewaltigen internationalen Resonanz, die es erlangte. Das alles mit dem Koloss eines Jazz-Albums von 172-minütiger Spieldauer, das neben Washingtons zehnköpfiger Band zuweilen mit 32-köpfigem Orchester sowie 20-köpfigem Chor aufwartet. Doch Kamasi Washington kommt natürlich ebenso wenig aus dem Nichts wie sein gefeiertes Erstlingswerk. Der 32-jährige Saxofonist, Komponist und Arrangeur aus South Central/L.A. spielte bereits mit zahllosen Jazzgrößen, von McCoy Tyner bis George Duke, aber auch mit Mos Def, Snoop Dogg oder Lauryn Hill, ehe sich die Wege mit DJ und Produzent Flying Lotus kreuzten. Nachdem Washington bereits auf den Flying Lotus Alben 'Cosmogramma' und 'You’re Dead' eine tragende Rolle einnahm, bescherte ihm vor allem seine ausgiebige Mitwirkung auf Kendrick Lamars 'To Pimp A Butterfly' weltweit Aufmerksamkeit.
Seine erste Welttournee wird Kamasi Washington nun mit seiner Band bestreiten, die sich aus Musikern seiner Formationen 'The Next Step' und 'The West Coast Get Down' rekrutiert. Weitere Informationen

Do. 19.11. 21 Uhr ECM Artists in Concert

Marcin Wasilewski Trio feat. Joakim Milder - 'Spark of Life'

Marcin Wasilewski (p), Joakim Milder (sax), Salwomir Kurkiewicz (b), Michael Miskiewicz (dr)

In seiner Heimat Polen gilt Marcin Wasilewski als strahlender Stern am Jazzfirmament. Durch seine Arbeit vor allem mit Manu Katché und Tomasz Stanko wurde er aber auch weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt. Auf großartige Weise verbindet diese Formation die große Tradition des Trio-Spiels mit einem völlig eigenständigen Klang. Den erneuten Beweis dafür liefert es mit seinem neuen Album 'Spark of Life' (ECM). Auf der aktuellen Tour wird das Trio verstärkt durch den schwedischen Saxofonisten Joakim Milder. Das Jazz Journal International nannte sie "...three of Europe´s finest!" Weitere Informationen

Fr. 20.11. 21 Uhr ECM Artists in Concert

Julia Hülsmann Trio feat. Theo Bleckmann - 'A Clear Midnight - Kurt Weill and America'

Theo Bleckmann (voc), Julia Hülsmann (p), Marc Muellbauer (b), Heinrich Köbberling (dr)

Kurt Weills Musik ist im Laufe der Jahre auf vielfältigste Weise interpretiert worden, doch die Jazzband ist und bleibt ein besonders passender Kontext. Der in Deutschland geborene Komponist pries Jazz als "Rhythmus unserer Zeit" an. Die Formation um Pianistin Julia Hülsmann, "Lyrikerin des deutschen Jazz" (Die ZEIT), bringt bisher unbeachtete Werke Kurt Weills zum Klingen. Besingen lässt Hülsmann ihre Entdeckungen vom Grammy-nominierten ECHO-Gewinner Theo Bleckmann. Um den außergewöhnlichen Stil dieses Genies zu beschreiben muss die internationale Presse immer wieder auf Vokabeln des Übersinnlichen zurückgreifen: Von "magical and futuristic" (AllAboutJazz), "limitless" (Citypaper, Philadelphia) und "transcendent" (Village Voice) ist die Rede. Die stilvollen Weill-Arrangments hat Hülsmann mit ihrem Quartett auf dem aktuellen Album 'A Clear Midnight' (ECM) veröffentlicht. Weitere Informationen

Sa. 21.11. 21 Uhr

Ben Williams - 'Coming of Age'

Ben Williams (b), Marcus Strickland (sax), Christian Sands (p), John Davis (dr)

'Coming Of Age' (Concord Records) ist das zweite Album des international gefeierten Bassisten Ben Williams als Bandleader. Sein neues Werk reflektiert seine vielfältigen musikalischen Interessen, aber auch sein beständiges Wachstum als Musiker, Improvisator und Komponist. 2011 legte Williams mit 'State of Art' sein Debütalbum vor, das hervorragende Kritiken erhielt. Im Anschluss an die Veröffentlichung tourte er weltweit mit seiner Band 'Sound Effect'. Und er schaffte es, den heftig umworbenen Platz des Bassisten in Pat Methenys Unity Band zu ergattern. "Bens Zugang zur Musik ist von Furchtlosigkeit und Offenheit geprägt", lobt Metheny Williams. Auch als Mitglied des 'NEXT Collective', der Zusammenschluss von acht der brillantesten jungen Musiker der zeitgenössischen Jazz-Szene, zeigte er bereits sein großes Können. Weitere Informationen

So. 22.11. 20:00 Uhr

ArtSession

"Lineaturen" Ausstellungseröffnung mit Zeichnungen von Jörg Bachhofer und anschließender Jam Session unter der Leitung von Lipa Majstrovic (voc)

Von oben sieht alles anders aus. Zusammenhänge klären sich und geben den Blick frei auf das, was wesentlich ist. Linien treten zurück, andere vor, gehen Beziehungen ein, brechen. Schweben. Sind in Bewegung, suchen den Rhythmus. Die abstrakten Zeichnungen von Jörg Bachhofer muten so wie Bild gewordene Jazzimprovisation an, im Inneren zusammengehalten von einer Ordnung, die nicht auf Anhieb erkennbar wird. Der gebürtige Schlierseer Prof. Jörg Bachhofer ist in Sachen Kunst sowohl im öffentlichen Raum unterwegs als auch als Dozent, vorzugsweise in Europa und Südamerika. Im Anschluss an die Ausstellungseröffnung freuen wir uns auf eine Jam Session unter der Leitung der Sängerin Lipa Majstrovic. Der Eintritt ist frei. Weitere Informationen

Mo. 23.11. 21 Uhr Big Band Night

Christian Elsässer Jazz Orchestra

Veronika Zunhammer (voc), Ulrich Wangenheim, Ferdinand Settele, Till Martin, Matthieu Bordenave, Gregor Bürger (sax), Nemanja Jovanovic, Julian Hesse, Andreas Unterreiner, Matthias Lindermayr (tp), Jürgen Neudert, Lukas Jochner, Roman Sladek, Hans-Heiner Bettinger (tb), Peter O’Mara (git), Leo Betzl (p), Henning Sieverts (b), Julian Fau (dr), Christian Elsässer (comp, leader).

Für dieses Großprojekt hat Christian Elsässer eine handverlesene Band zusammengestellt, die sowohl durch ihre herausragenden Solisten als auch durch ihr ausdrucksstarkes Ensemblespiel glänzt. In der Fachpresse wird sie zurecht als "das Spannendste, was die Deutsche Big Band-Szene derzeit zu bieten hat" beschrieben. Angelehnt an klassische sinfonische Ästhetik schöpft Elsässer den Klangfarbenreichtum des Ensembles komplett aus und entführt den Zuhörer in eine Welt jenseits der Konventionen des herkömmlichen Big Band-Jazz. "Er lässt immer wieder Luft unter seine musikalischen Flügel, die Musik wird davon getragen, Licht durchflutet seine Kompositionen. Leicht, frei, wild und ungezügelt klingen sie dann." (Ulrich Habersetzer, BR) Als Komponist, Arrangeur und Dirigent arbeitet Christian Elsässer regelmäßig mit den renommiertesten Klangkörpern der Szene wie den Rundfunk Big Bands des WDR und HR, dem Metropole Orchestra, dem Münchner Rundfunkorchester sowie mit der NDR Big Band, mit der er sein aktuelles Album 'Flying in Circles' (Label 11) eingespielt hat. Weitere Informationen

Di. 24.11. 21 Uhr

JazzKorea Festival 2015 – Jazz aus Korea

Trio Closer: Vian (Sungbae Kim) (p), Lee Wonsool (b), Han Woongwon (dr)
Han Seung Seok (voc) & Jung Jaeil (p)

Das JazzKorea Festival geht 2015 in sein drittes Jahr – mit einem hochkarätigen Line-up aus insgesamt fünf koreanischen Jazzbands und zahlreichen Konzerten in fünf europäischen Ländern, darunter u.a. in Deutschland in der Münchner Unterfahrt. Noch vor wenigen Jahren konnte man sich unter Koreanischem Jazz kaum etwas vorstellen. Inzwischen zeigen sich in Südkorea spannende Entwicklungen, und gerade in der Hauptstadt Seoul entwickelt sich seit Jahren eine vielseitige und hochinteressante Jazzszene. Vor allem junge Koreaner feiern den Jazz in den Clubs und bevölkern zahlreich die Konzerte – in Korea ist Jazz cool.
JazzKorea präsentiert heute in der Unterfahrt zwei Bands. Das Trio Closer will das Klischee des Jazz als verkopfte und herzlose Musik überwinden und 'closer', also näher, an das Publikum heranrücken. Seine Musik bleibt dabei kompositorisch anspruchsvoll, mit viel Gefühl und intelligenten musikalischen Phrasen.
Das Duo Han Seung Seok (voc) und Jung Jaeil (p) verbindet in epischer Weise die traditionelle koreanische Vokalkunst mit modernen Arrangements und filmischen Elementen. Han Seung Seoks sanfte und zugleich kraftvoll-charismatische Stimme trifft dabei auf die weitläufigen Arrangements des Pianisten und Multitalents Jung Jaeil. Ihr Album 'bari, abandoned' gewann just in diesem Jahr den Korean Music Award in der Kategorie 'Best Jazz/Crossover Album'. Weitere Informationen

Mi. 25.11. 20:00 Uhr Einstein Kultur, Halle 4

Eivør

Eivør Pálsdóttir (voc, g), Mikael Blak (b, keys), Høgni Lisberg (dr)

Nach ihrem ersten erfolgreichen Konzert im März ist die Sängerin von den Färöer Inseln erneut zu Gast im Einstein und begeistert uns mit ihrer außergewöhnlichen stimmlichen Schönheit, ihrer einzigartigen Intimität und mühelos-vielfarbigen Virtuosität. Bei ihren Konzerten präsentiert sie eine erfrischende Mischung aus eigenen Kompositionen und traditionellen Songs. Viele davon sind färöisch, andere isländisch, und zuletzt kamen auch immer mehr englische Texte hinzu. Sie handeln von Liebe, Verlust oder Freiheit und der wilden, unberührten Natur ihrer Heimat.
Bitte beachten: Das Konzert findet im Einstein Kultur, Halle 4, statt. Für dieses Konzert gilt keine Ermäßigung für Mitglieder. Weitere Informationen

Mi. 25.11. 21 Uhr

Tim Collins Quartet - 'A Strange and Winding Road'

Tim Collins (vib), Matthias Bublath (p), Andi Kurz (b), Shinya Fukumori (dr)

Die internationale Presse feiert den amerikanischen Vibrafonisten Tim Collins als "world-class vibes player" und als "musician of fire" (Washington Post). Sein virtuoses Spiel wurde als "stunning sophisticated jazz" (PBS Australia) gewürdigt. Sein Programm 'A Strange and Winding Road' nimmt im Wesentlichen Bezug auf die verschiedenen Musikstile, mit denen sich Collins in den letzten Jahren auseinandergesetzt hat und die er immer wieder neu miteinander kombiniert, so z.B. Straight Ahead Jazz, Indie-Rock und Klassik. Er selbst beschreibt diesen Stil als einen Mix aus Milt Jackson, Björk, Schostakowitsch und The Police. Der Titel bezieht sich aber auch auf Collins Weg, der ihn von Plattsburgh, New York über New York City, Salzburg bis nach München führte. Seit 2010 lebt und arbeitet er bereits in München und ist hochattraktiver und aktiver Bestandteil der lokalen Musikszene. Weitere Informationen

Do. 26.11. 21 Uhr

Swedish Showcase

Nacka Forum: Goran Kajfes (tp), Jonas Kullhammar (sax), Johan Berthling (b), Kresten Osgood (dr) Davids Angels: Sofie Norling (voc), Maggi Olin (p, rhodes), David Carlsson (eb), Michala Østergaard-Nielsen (dr, perc) Klabbes Bank: Thomas Backman (as, cl), Magnus Wiklund (tb), Klas-Henrik Hörngren (tb), Jacob Öhrvall (b), Martin Öhman (dr, electronics)

Am heutigen Abend präsentiert 'Svensk Jazz', die schwedische Gesellschaft zur Förderung nationaler Jazzmusiker, drei der derzeit innovativsten und interessantesten Bands seines Landes in der Unterfahrt.
Die Band 'Nacka Forum' gründete sich 1999 in Stockholm. Ihre großen Vorbilder sind Ikonen des Free Jazz wie Ornette Coleman, das 'Art Ensemble Of Chicago' oder Sun Ra. Recht früh begannen die Bandmitglieder aber auch, Eigenkompositionen zu komponieren und brachten 2002 ihr vielbeachtetes Debutalbum heraus, das promt eine schwedische Grammy-Nominierung erlangte. Auf ihrem vierten, aktuellen Album 'Live in Tokyo' ist die japanische Free Jazz-Ikone Akira Sakata als Special Guest zu hören.
'Davids Angels' präsentierten 2010 ihr Debut, und spätestens mit ihrem zweiten, vielbeachteten Album 'What it Seems' gelten sie als eine der innovativsten Bands der europäischen Jazzszene. 'What it Seems' bewegt sich zwischen dunklen Klängen und reinen, klaren Melodien - engelsgleich und doch roh und düster. 2014 hatte die Band einen gefeierten Auftritt bei den 'Nordic Jazz Now Series' beim Xerox Rochester International Jazz Festival, der sie inzwischen zu einer der gefragtesten Bands Schwedens werden ließ.
Das Album 'Z' ist bereits die fünfte Veröffentlichung der Band 'Klabbes Bank'. Die Band gründete sich 2002 in Götheborg und wird geleitet vom Keyboarder Klas-Henrik 'Klabbe' Hörngren. Ihre Musik ist anzusiedeln zwischen Avantgarde-Rock, Pop-, Electronic-Jazz und freier Improvisationsmusik. Hörngren sieht sie bestimmt durch individuelle Bläserstimmen, die mal mit Keyboard, Electronics und Bass annähernd orchestral verschmelzen, dann wieder ihrer Individualität freien Lauf lassen können, in ein einheitliches Klangbild eintauchen, um sich dann erneut wie eine Welle aufzubäumen. Weitere Informationen

Fr. 27.11. 21 Uhr CD-Präsentation

Amina Figarova New York Group - 'Blue Whisper'

Amina Figarova (p), Bart Platteau (fl), Marc Mommaas (ts), Ernie Hammes (tr), Rashaan Carter (b), Philippe Lemm (dr)

Zwei Jahre in Folge gewann Amina Figarova den Downbeat Critics Poll in der Kategorie 'Rising Star Composers' und ist damit definitiv im weiblichen Jazz-Olymp angekommen. Mit 'Blue Whisper' (In + Out Records) präsentiert die in Aserbaidschan geborene und in New York lebende Komponistin und Pianistin nun ihr 13. Album, das sie unter anderem mit Star-Saxofonist Wayne Escoffery aufnahm. In ihren Kompositionen wird ihre klassische Klavierausbildung hörbar, und beschwingte Melodien sowie leuchtende Harmonien treffen auf treibende Rhythmen. Ihre Musik liefert sehr persönliche und gleichzeitig universelle Antworten auf soziale Krisen und Lebensumbrüche. Gemeinsam mit Ehemann und Flötist Bart Platteau, mit dem sie bereits seit 25 Jahren musikalisch arbeitet, ist sie derzeit auf exklusiver Europa-Release-Tour. Weitere Informationen

Sa. 28.11. 21 Uhr ECM Artists in Concert

Ralph Towner

Ralph Towner (g)

Ob als Gitarrist, Pianist, Komponist oder als einer der Köpfe der Band 'Oregon' - seit drei Jahrzehnten ist Ralph Towner aus dem zeitgenössischen Jazz nicht mehr wegzudenken. Das Geheimnis dieses Multi-Talents lüftet sich beim Betrachten seiner Biographie: mit drei Jahren improvisierte er bereits am Klavier, nahm sich zwei Jahre später der Trompete an, spielte als Teenie zahllose Gigs in Tanz- und Jazz-Bands, studierte Musiktheorie und Komposition, kam dann erst mit der Gitarre in Berührung und studierte diese an der Wiener Musikakademie. In dieser Zeit perfektionierte Towner sein Können vor allem in Barock-Ensembles und wechselte dabei auch mal zur Laute. Im 'Paul Winter Consort' traf er 1967 auf Collin Walcott, Glen Moore und Paul McCandless, mit denen er 1970 'Oregon' gründete. In den frühen 70er Jahren improvisierte er vorrangig auf der klassischen und der zwölfsaitigen Gitarre, ohne jedoch das Klavier ganz aus den Augen zu verlieren. „Die Gitarre“, so Towner, „beeinflusste das Klavier und umgekehrt; beides klingt heute bei mir ziemlich ähnlich. Ich behandle die Gitarre nämlich wie ein Tasteninstrument und habe das Empfinden, dass ich darauf ebenso mit beiden Händen spiele wie auf dem Klavier.“ Dieser instrumentelle und klangliche Spagat wurde zum einzigartigen Markenzeichen Ralph Towners. Neben seinen kammermusikalischen Meilensteinen, die auf knapp 20 ECM-Alben dokumentiert sind, gibt es auch die weltberühmten Duos mit John Abercrombie und Gary Burton. Weitere Kollaborationen mit Keith Jarrett, Kenny Wheeler, Jan Garbarek und Markus Stockhausen stehen für ein Lebenswerk, das noch lange nicht abgeschlossen ist und schon jetzt zu den wenigen gehört, das auf dem Jazz-Olymp seinen Platz gefunden hat. Weitere Informationen

So. 29.11. 21 Uhr

Jam Session mit Lipa Majstrovic

Lipa Majstrovic (voc)

Die in München lebende Sängerin Lipa Majstrovic ist nicht nur als stimmgewaltige Soul-Diva und Popsängerin bekannt, sondern auch als versierte Jazz-Vokalistin und einfühlsame Interpretin im Duo oder im kammermusikalischen Bereich. Ihre Gesangsausbildung erhielt sie bei Kim Nazarian (New York Voices), Sheila Jordan und Michael Schiefel. Die November Sessions eröffnet sie mit den Musikern ihres Quartetts 'Lipa' zusammen mit Guido May an den Drums, Paul Tietze am Bass und Andrea Hermenau am Klavier. Weitere Informationen

Mo. 30.11. 21 Uhr Big Band Night

BamesreiterSchwartzOrchestra

Patricia Römer, Antonia Dering, Lydia Schiller (voc), Svenja Hartwig (voc, french horn), Bettina Maier, Michael Binder, Moritz Stahl, Konstantin Herleinsberger, Jonas Brinkmann, Florian Leuschner (reeds), Felix Jechlinger, Matthias Schwengler, Johannes Schneider, Andreas Schnell (tp), Lukas Jochner, Christian Landsiedel, Paul Kunzmann, Jakob Grimm (tb), Stephan Plecher (rhythm)

Das aktuelle Programm des BamesreiterSchwartzOrchestra beinhaltet ausschließlich Eigenkompositionen von Richard Schwartz und Lukas Bamesreiter. Gemeinsam gründeten sie das Orchester im Jahr 2013. Begeistert verschrieben sie sich der orchestralen Form des Jazz, jedoch ohne die Tradition der Big Bands in den Vordergrund zu stellen. Allein die personellen Erweiterungen des klassischen Jazzorchesters auf sechsstimmigen Holzsatz, zusätzliches Horn und vor allem vierstimmige Vocal-Section machen es bereits zu einem zeitgenössischen Unterfangen. Ausufernd psychoaktive, schnörkellos direkte und wortlose Geschichten tanzen zusammen mit metaphorischer Poesie ein Kopfkino, zu dessen Traumdeuter der Zuhörer ungefragt erklärt wird. Die Musiker des BamesreiterSchwartzOrchestra sind allesamt ehemalige oder momentane Studierende an internationalen Musikhochschulen und Mitglieder im Landes-Jugendjazzorchester Bayern und/oder im Bundesjazzorchester. Weitere Informationen

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