Deutsch

Jazzclub UNTERFAHRT
Einsteinstraße 42
81675 München
Club: +49 (0)89 448 27 94

Öffnungszeiten Mo. bis So.: 19.30 bis 1.00 Uhr
Konzertbeginn: 21.00 Uhr
U-Bahn Max-Weber-Platz (U4/U5)

Okt 2014 | Dez 2014

Programm November 2014

01 | 02 | 03 | 04 | 05 | 06 | 07 | 08 | 09 | 10 | 11 | 12 | 13 | 14 | 15 | 16 | 17 | 18 | 19 | 20 | 21 | 22 | 23 | 24 | 25 | 26 | 27 | 28 | 29 | 30 |
Monatsprogramm | Heutiges Konzert

Sa. 01.11. 21 Uhr Touch and Flee

Neil Cowley Trio

Neil Cowley (p), Rex Horan (b), Even Jenkins (dr)

Im Jahr 2006 mischte das Neil Cowley Trio mit seinem Debüt "Displaced" die Szene auf, indem es das klassische Konzept des Klaviertrios auf den Kopf stellte. Seine dynamischen Konzerte machten es schnell zu einer der spannendsten Bands Großbritanniens. Zentrale Elemente der fesselnden Live-Shows bilden Cowleys schrulliger, britischer Humor und ein außergewöhnliches Verhältnis zum Publikum. In der Unterfahrt präsentiert das Trio sein aktuelles fünftes Studioalbum "Touch and Flee". Hier treffen elegante und anmutige auf düstere und eindringliche Passagen. Mit seinen langjährigen Kollegen Evan Jenkins an den Drums und Rex Horans am Bass formiert Neil Cowley, ein herausragender, klassisch ausgebildeter Pianist und Komponist, eine Band im wahrsten Sinne des Wortes, die gemeinsam atmet und sich gegenseitig zuhört. "Touch and Flee" erschien am 26. September bei Naim Jazz auf CD und LP. Weitere Informationen

So. 02.11. 21 Uhr ECM artists in concert: Lathe of Heaven

Mark Turner Quartet

Mark Turner (ts), Avishai Cohen (tp), Joe Martin (b), Marcus Gilmore (dr)

Mark Turner ist einer der meistbeachteten Saxophonisten seiner Generation. Mitte der 1960er geboren wurde er bekannt durch seinen forschenden Geist und eine zurückhaltend-intime und gleichzeitig enorm ausdrucksstarke Spielweise, die die ganze Bandbreite des Tenorsaxophons auslotet. "Lathe of Heaven" ist, nach fünf Soloalben, sein ECM-Debüt als Bandleader. Turner leitet hier ein Quartett verwandter Seelen, das sich oftmals geradezu serpentinenartig um das Spiel des aufsteigenden Trompeten-Stars Avishai Cohen windet. Die beiden Bläser spielen lange, feinsinnige Melodielinien von geradezu hypnotisierender Anmut. Mit dem Bassisten Joe Martin und dem Drummer Marcus Gilmore steht ihnen ein geschmeidiges Rhythmusgespann zur Seite, das eine subtile und spannende Unbeständigkeit in die Kompositionen bringt. Das Album "Lathe of Heaven" erschien Anfang September bei ECM. Nach 13 Jahren ist es das erste, bei dem er wieder als Leader in Erscheinung tritt – in der Zwischenzeit war er mit Kurt Rosenwinkel, Omer Avital oder dem SF Jazz Collective und bei Billy Hart zu hören. Weitere Informationen

Mo. 03.11. 21 Uhr Big Band Night

The Jazz Big Band Association

Klaus Graf, Ulrich Wangenheim (as) Axel Kühn, Christof Hörmann (ts), Michael Lutzeier (bari), Nemanja Jovanovic, Franz Weyerer, Florian Jechlinger, Ralf Hesse (tp), Jürgen Neudert, Erwin Gregg, Eberhard Budziat, Hans-Heiner Bettinger (tb), Heinrich Wulff (git), Chris Gall (p), Andi Kurz (b), Christoph Holzhauser (dr)

Die Jazz Big Band Association ist ein Big Band-Klangkörper, in dem die Solisten gleichberechtigt mit dem Ensemble die Musik in Szene setzen. Die JBBA verfolgt die Idee eines "Musicians Orchestra", das die Tradition der swingenden Jazz Big Bands fortführt, gleichzeitig aber auch viel Raum für Neues und bislang wenig Gehörtes bieten will. Die Arrangements des Bandbuchs stammen aus dem Repertoire weltbekannter Arrangeure wie Bob Mintzer, Bert Joris, Bob Florence und Sammy Nestico, einem der Arrangeure der Count Basie Big Band. Zum Programm zählen aber auch Originalkompositionen unserer einheimischen Arrangeure wie Ralf Hesse oder Christian Elsässer. Die Musiker der Big Band sind allesamt viel gefragte Solisten und Sidemen und lesen sich wie ein "who is who" der Big Band Szene. Sie spielten u.a. bei der SWR Big Band, der HR Big Band und WDR Big Band, bei Al Porcino, dem Sunday Night Orchestra, der Thilo Wolf Big Band und dem Jazz Factory Orchestra. Ein begeisterter Kritiker schrieb: "Mitunter war man vom Blending der Stimmen dermaßen angetan, dass man es am liebsten festhalten wollte. Die Bühne knisterte schier vor Energie und Konzentration". Weitere Informationen

Di. 04.11. 21 Uhr

Jack DeJohnette / Ravi Coltrane / Matt Garrison

Jack DeJohnette (p,dr), Ravi Coltrane (sax), Matt Garrison (b)

Bereits vor zwanzig Jahren brachte DeJohnette den Saxophonisten Ravi Coltrane und den Bassisten Matthew Garrison zum ersten Mal zusammen, um im Brooklyn Museum in New York zu spielen. Diese einzigartige Konstellation fand sich nun wieder für eine gemeinsame Tournee zusammen. Eigentlich muss man es nicht mehr erwähnen, doch angesichts dieser besonderen Besetzung sollte man es doch hervorheben: Ravi Coltrane ist der Sohn des einflussreichsten Saxophonisten der Jazzgeschichte, John Coltrane, und Matthew Garrisons Vater, Jimmy Garrison, spielte sechs Jahre in dessen Quartett. Und DeJohnette selbst ist längst Legende, sei es als Leader oder Sideman bei Miles Davis, Keith Jarrett, Chick Corea oder eben auch: John Coltrane. Und nun begibt sich dieses Trio auf eine Entdeckungsreise zwischen freier Improvisation und eigenen Kompositionen. Die Begriffe Power und Grazie kommen einem in den Sinn, wenn man an die Möglichkeiten denkt, die das Trio zu erwecken vermag. Weitere Informationen

Mi. 05.11. 21 Uhr special concert

Sirius Quartet NYC plus special guest Gunnar Geisse

Fung Chern Hwei (violine), Gregor Huebner (violine), Ron Lawrence (viola), Jeremy Harman (cello), Gunnar Geisse (electronics)

Halb Streichquartett, halb Rockband, verbindet das Sirius String Quartet die Genauigkeit der klassischen Musik mit der Energie von Jazz und Rock. Die vier Musiker, Absolventen der Universitäten Yale, Juilliard und Manhattan School of Music, sind hervorragende Improvisatoren. Sie erweitern das klangliche Spektrum des klassischen Streichquartetts sowohl in der rein akustischen Form als auch mit elektronischen Effekten. Über zwanzig Jahre hat sich das Sirius Quartet mit neuer und innovativer Musik beschäftigt. Das Lincoln Center und die Kölner Triennale, die Knitting Factory und der Rock Club CBGB’s in New York, in diesen ganz unterschiedlichen Veranstaltungsräumen, die jeweils auch mit einer sehr eigenen Stilistik verbunden sind, fühlt sich Sirius zu Hause. Sirius ist zu hören auf CD's mit: Jin Hi Kim auf “Living Tones” (O.O. Discs), mit Einojuhani Rautavaaras Streichquartett Nr.4 (Atalyst), Jeffery Schannzers “No More in Thrall” (CRI), Dr. Nerves “Ereia”. (Cuneiform) und Nick Didkovskys “Tube Mouth Bow String” (Pogus). Als Begleitband bei Rock- und Jazz- Aufnahmen hat sich Sirius durch Aufnahmen mit dem Trompeter Jeremy Pelt bei MAXJAZZ (“Close to my Heart”) und auf Diana Reeves Weihnachtsalbum einen Namen gemacht. Durch das Interesse an neuen, nicht akademischen Musikstilen ist es Sirius auch gelungen, das Streichquartett einem jüngeren Publikum näher zu bringen. Heute trifft das Sirius Quartet auf den Musiker und Komponisten Gunnar Geisse, der mit seinen laptop-electronics durch Sampling & Signalbearbeitung die Klangpalette des Quartetts erweitern und digital kommentieren wird. Weitere Informationen

Do. 06.11. 21 Uhr All Star Jazz

Soul Jazz Alliance

Jeremy Pelt (tp), Vincent Herring (as), Jesse Van Ruller (g), Jared Gold (org), Joris Dudli (dr)

Die jahrelange Kollaboration von Vincent Herring und Joris Dudli erreicht mit diesem Quintett einen neuerlichen Höhepunkt und wird mit dem niederländischen Gitarristen Jesse Van Ruller zu einer wahren US-Europäischen "All Star"-Besetzung. Dass die im Februar 2014 erschienene CD "True Paradise" für den Preis der Deutschen Schallplattenkritik 2014 nominiert wurde, muss wohl an der Kombination eines extrem virtuosen Hammond B 3 Trios mit dem perfekt eingespielten Bläserteam Herring/Pelt liegen, das die funkigen und ohrwurmartigen Arrangements höchst "soulig" interpretiert. Weitere Informationen

Fr. 07.11. 20:00 Uhr BR-Klassik Mitschnitt

Junger Münchner Jazzpreis 2014

Gen What: Dominik Raab (dr), Markus Harm (as), Jan Prax (as, ss), Florian Leuschner (bs, bcl) - Andreas Feith (p), Lukas Keller (b). Silvan Strauß presents The Urban Academy: Silvan Strauß (dr), Alex Eckert (g), Daniel Stritzke (b), Lukas Klapp (keys), Sebastian Wehle (reeds), Lydia Schiller (voc). Plot: Philipp Scholz (dr), Robert Lucaciu (b), Sebastian Wehle (sax)

Einlass ab 19 Uhr 1. Band: Gen What - Würzburg. Thema, Solo, Solo, Thema. Die drei Saxophonisten ergänzen sich durch ihr scheinbar gegensätzliches Spiel zu einer abwechslungsreichen Holz-Sektion. Die Rhythmusgruppe und Bandleader Dominik Raab lassen den Zuhörer so manches Mal in Gedanken an Aufnahmen der 50er und 60er Jahre schwelgen und wirken derart geschlossen, als spielten sie tatsächlich seitdem und wie damals zusammen: Thema, Solo, Solo, Thema. 2. Band: Urban Academy - Hamburg. Jetzt hat Silvan Strauß sein eigenes Projekt gegründet, in dem er sowohl seine akademischen als auch seine urbanen Erfahrungen in Komposition und Spiel ausdrückt. Konsequenterweise: "Silvan Strauß presents The Urban Academy". Alle Mitglieder haben sich in den letzten Jahren ihre Sporen als nicht mehr ganz geheime Tipps der deutschen Jazzszene verdient und waren mit Silvan in den verschiedensten Besetzungen unterwegs, wodurch das Wort Sidemen gar nicht erst zu fallen braucht. Kompromisslos, aber nicht plump; einfach, aber nicht banal ist es ge-worden. Und wenn beim zweiten Hören der Kopf zu rattern beginnt, merkt man, dass da noch viel mehr ist. 3. Band: Plot - Leipzig. Ein Drummer, ein Bassist, ein Saxophonist – drei Künstler, die auf Muskelspiel verzichten. Ihr Maßstab ist allein die Musik. Plot suchen das Wesentliche und geben einen Einblick in bunte Seelenwelten voll Charme und Witz. Auf den Kern reduziert und frei von Eitelkeiten – aber niemals anämisch – finden sie ihren musikalischen Stand-punkt in Eigenkompositionen voll fragiler Kraft und morbider Schönheit, irgendwo zwischen Neuer Musik, älterer Musik und ganz neuer Musik. Schüler und Studenten zahlen gegen Vorlage des Ausweises 12.00 €. Weitere Informationen

Sa. 08.11. 21 Uhr ECM artists in concert - The Norway of Jazz No° 71

Ketil Bjørnstad - solo piano

Ketil Bjørnstad (p)

Ketil Bjørnstad zählt zu den bedeutendsten Pianisten Norwegens. Sein melodiöses Spiel fußt auf Elementen der europäischen Konzertmusik ebenso wie auf einem großen, durch den Jazz inspirierten Improvisationsvermögen. Seine Kompositionen wurden u. a. in Filmen von Jean-Luc Godard oder Ken Loach verwendet. Obwohl man Ketil Bjørnstad allgemein dem Jazz zurechnet – er selbst sieht dies durchaus nicht so eindeutig – liegen seine Wurzeln doch in der Klassik, immerhin debütierte er 1969 mit Bartóks drittem Klavierkonzert beim Osloer Philharmonischen Orchester. Einige Zeit sah es so aus, als ob Ketil Bjørnstad bei dieser Musik bleiben würde – wäre da nicht die in jenen Jahren pulsierende Jazz-Szene Oslos gewesen. Der für ihn neue, spielerische Ansatz der Jazzmusiker brachte den damals achtzehnjährigen Musiker von dieser vorgezeichneten Bahn ab. Von diesem Moment sei ihm klar geworden, was er wirklich wolle, sagt er: die eigene Musik schreiben und spielen. Einem noch größeren Publikum ist Ketil Bjørnstad darüber hinaus als Schriftsteller bekannt. Seine Novelle "Vindings Spiel" war auch in Deutschland in den Bestsellerlisten an vorderster Stelle vertreten. In seinem Heimatland ist Bjørnstad Kult. In Deutschland ist er, obwohl hier nur ein Bruchteil seiner mehr als zwanzig Werke übersetzt ist, immerhin der wohl bekannteste norwegische Autor. Und möglicherweise gibt es niemanden sonst, der in Büchern und Romanbiografien die Seele Norwegens so spiegelt wie Ketil Bjørnstad. Weitere Informationen

So. 09.11. 21 Uhr

Jam Session

Leitung: Mariette Radtke (voc)

Die Münchner Jazzsängerin Mariette Radtke, auch bekannt unter dem Namen ihres Band- und Arbeitstitels Motion Club, hat sich in den letzten 20 Jahren einen bekannten Namen als Musikerin geschaffen. Neben ihrem fortwährenden musikalischen Engagement durch zahlreiche eigene Projekte im Heimatland, ist sie durch Konzerte quer durch Europa, Hawaii, den USA und Korea, sowohl als Bandleaderin als auch als Gastsängerin verschiedenster Formationen, über die Landesgrenze hinaus bekannt geworden. Zuletzt erschien ihre fünfte eigene CD "Beyond the Border" bei Fluxx Records. Die Sängerin freut sich auf viele Einsteiger/Innen und eine energiegeladene Jam Session. Weitere Informationen

Mo. 10.11. 21 Uhr Big Band Night

The Uptown Jazz Orchestra feat. Gary Smulyan

Der New Yorker Baritonsaxophonist Gary Smulyan ist seit 1980 Mitglied beim legendären Mel Lewis Jazz Orchestra und wird von Kritikern und Jazzfans gleichermaßen als der herausragende Vertreter seines Instruments im aktuellen Jazz gesehen. Seit vielen Jahren liegt er in der Kategorie Baritonsaxophon an der Spitze der "Downbeat Reader and Critic Polls". Gary Smulyan ist derzeit in Europa auf Tournee und trifft in der Unterfahrt auf das Uptown Jazz Orchestra von Franz Weyerer, das zu einer der ersten Adressen für swingenden Big Band Jazz in Deutschland zählt. Weitere Informationen

Mo. 10.11. 20:00 Uhr EINSTEIN Halle 4: CD-Präsentation: Ferri Tales

Sarah Ferri

Sarah Ferri (vocal, p, git), Jonathan Callens (dr, perc), Pablo Casella (el. & ac. git), Sergej van Bouwel (b & el. b)

Wenn der Norden den Süden trifft, ist für musikalische Hochspannung gesorgt, kann sogar Märchenhaftes entstehen. Eine junge bezaubernde Dame aus Belgien mit italienischen Wurzeln elektrisiert mit ihrem neuen Album "Ferritales" Hörer jenseits wie diesseits der Alpen. Sarah Ferri wächst in einer belgisch-italienischen Familie auf. Fasziniert vom einzigartigen Gesangsstil von Künstlerinnen wie Ella Fitzgerald, Billie Holiday und Nina Simone beginnt sie, eigenwillige und kreative Songs zu schreiben. Deren dunkler, märchenhafter Charakter wird nach und nach durch die klare Reinheit der Folkmusik der 70er Jahre und den heiteren Gipsy Jazz Swing der 50er Jahre beeinflusst. Weitere Informationen

Di. 11.11. 21 Uhr Mehr als Klezmer!

Massel-Tov

Tatjana Mischenko (fl, voc), Florian Ewald (cl, as, voc), Zarko Mrdjanov (git, voc), Steffen Müller (b), Harald Starken (dr, perc)

Juden sind auf der ganzen Welt zu Hause – das erkennt man nicht zuletzt an ihrer Musik. Hebräische Lieder und Tänze der israelischen Juden, osteuropäische Tänze und das jiddische Liedgut der Aschkenasim, spanische Stücke der sephardischen Juden und swingende aus Amerika – Massel-Tov nimmt Sie mit auf eine Reise zwischen den Welten, auf der man in die bunte Mischung all dieser Stile eintauchen kann. Mit ihrer Vielfalt gehen die Musiker über die traditionellen Spielweisen reiner Klezmerbands hinaus. So gelingt es der Gruppe, mit ihren fantasievollen und farbenreichen Arrangements, innig empfunden und virtuos intoniert, das Publikum zu begeistern. Bei schwungvollen Liedern, oft mehrstimmig vorgetragen, möchte so mancher Zuhörer nicht auf seinem Stuhl sitzen bleiben, sondern aufspringen und tanzen – was, soweit es der Platz erlaubt, durchaus passieren kann... Jeder Einzelne ein herausragender Solist, sind sie gemeinsam: Massel-Tov! Weitere Informationen

Mi. 12.11. 21 Uhr highlight

Ernie Watts Quartet

Ernie Watts (as,ts), Christoph Sänger (p), Rudi Engel (b), Heinrich Köbberling (dr)

Der zweimalige Grammy Award-Gewinner Ernie Watts ist einer der vielseitigsten und kreativsten Saxophonisten der weltweiten Musikszene. In seiner über 30 Jahre umspannenden Karriere wirkte er in mehr als 500 Einspielungen von Künstlern mit, angefangen von Cannonball Adderley bis hin zu Frank Zappa – und stets kam dabei sein Markenzeichen, nämlich sein unvergleichlicher Sound, zum Tragen. Nach seinem Studium am berühmten Berkeley College of Music wurde er 1966 direkt in die Big Band von Buddy Rich berufen. Als Watts 1969 nach Los Angeles übersiedelte, spielte er in den Big Bands von Gerald Wilson und Oliver Nelson. Damals bahnte sich mit der Gründung des Quartet West auch seine Zusammenarbeit mit Charlie Haden an, die Jahrzehnte dauern sollte. Er arbeitete neben vielen anderen mit Pat Metheny, Gene Harris, Kenny Barron und Jack DeJohnette bei unzähligen Aufnahmen und Konzerten zusammen. Mit bis heute 18 Alben unter seinem Namen hat er ein beeindruckendes künstlerisches Werk geschaffen, sowohl im Studio als auch auf den großen Bühnen der Welt. Seit Herbst 2011 liegt die neueste Einspielung seines European Quartet, das Album "Oasis", vor, bestehend aus Eigenkompositionen sowie Neuinterpretationen von Klassikern wie "Shaw Nuff" oder "Cresent" von John Coltrane, die hier mit Meisterschaft zelebriert werden. "Ein weiterer Beweis – wenn denn noch einer nötig wäre - dass Ernie Watts einer der größten lebenden Saxophonisten ist. Ein Genuss von Anfang bis Ende..." schreibt das amerikanische Magazin “All about Jazz“ über die Produktion. Weitere Informationen

Do. 13.11. 21 Uhr ACT: Jazz Night - Spezial Snack

Emile Parisien Quartet

Emile Parisien (sax), Julien Touéry (p), Ivan Gélugne (b), Sylvain Darrifourcq (dr)

Die französische Tageszeitung "Le Monde" schrieb über den 1982 geborenen Saxophonisten: "Emile Parisien ist die beste Neuigkeit des europäischen Jazz seit langem." Und der englische "Guardian" stellte schon 2012 fest: "Emile Parisien verdient eine größere Bühne". Besonders in seiner Heimat Frankreich ist dieser Wunsch inzwischen wahr geworden – er gewann die beiden wichtigsten Jazzpreise des Landes, den "Prix Django Reinhardt 2012" und unlängst den "Victoires du Jazz 2014", jeweils als Künstler des Jahres. Das Quartett besteht seit mittlerweile zehn Jahren, mit "Spezial Snack" erscheint nun Emile Parisien’s Debüt als Leader auf ACT. Und das hat es in sich. Es sind nicht nur die Formen – seine ganze Musik ist ständig in Bewegung. Kaum meint man, hinter die Struktur, Melodie oder den Groove eines Stücks gekommen zu sein, belehren einen Parisien und seine Mitstreiter eines Besseren. Und irgendwie wird einem schnell klar, dass sie daran eine diebische Freude haben. Und ganz klar: Das Album ist eine Ensemblearbeit – Parisien nutzt die Qualitäten seiner bestens eingespielten Truppe; er ist einer, der seine Mitstreiter fordert, ihnen oft den Vortritt lässt, ein Interesse hat an wirklichen "Typen", von denen jeder auch eine Komposition in seiner persönlichen Handschrift zu dem Album beisteuert. Weitere Informationen

Fr. 14.11. - Sa. 15.11. 21 Uhr The Beat Goes On!

Langer - Schmid - Messina

Wolfgang Schmid (b), Daniel Messina (dr), Thomas Langer (git)

Es gibt Musik, Lieder, Texte, die begleiten einen durchs Leben. Zu ihnen entwickelt man eine besondere Beziehung. Sie gehören zu einem wie bestimmte Erinnerungen. Und ist man selbst Musiker, kann man sie weiterentwickeln. Genau das haben die bekannten Jazz-Rocker Wolfgang Schmid, Thomas Langer und Daniel Messina getan: Sie haben ihre ganz persönlichen Lieblingssongs neu arrangiert und auf der CD "The Beat goes on!" herausgebracht. Cooler, funkiger, jazziger, oft auch anspruchsvoller interpretiert als im Original kommen die Songs und Instrumentals rüber. Aber ihren Zauber haben sie dabei nicht verloren, vielmehr sogar neuen Glanz bekommen. Wolfgang Schmid, der am 11.11. Geburtstag hatte und sein Alter nicht versteckt – Zitat: "Mit 66 vielleicht ein bisschen weiser – aber seid beruhigt: kein bisschen leiser!" – zählt zu den bekanntesten und erfolgreichsten Bassisten Europas. Er verewigte seinen guten Namen und seine Talente auch als Produzent, Komponist und Musical Director auf bislang über 400 Alben. In den siebziger Jahren war er eine zentrale Figur in Klaus Doldingers legendärer Jazzrock-Gruppe PASSPORT, die noch heute als "Classic Passport" auftritt. Es folgten eigene Bands wie "Head, Heart & Hands", "Wolfhound" und "Kick". Er schrieb und spielte für die legendäre ARD-Reihe "Superdrumming" und gründete 1996 ”Paradox” mit Billy Cobham. Zuletzt war er mit Don Grusin´s "The Hang All Stars" auf Tour und spielt seit 2009 auch bei "The German Jazzmasters". Seine furiose Spielweise und seine stilistische Vielfalt brachten ihm diverse Pollgewinne in USA und Deutschland, weltweite Tourneen und Auftritte bei vielen großen Festivals. Als Dozent lehrt er an der Hochschule für Musik in Stuttgart. Der argentinische Schlagzeuger Daniel Messina, (Tourneen und CD-Einspielungen mit z.B. Barbara Dennerlein, Melva Houston, Ernie Watts und seiner eigenen Band) und der deutsche Gitarrist Thomas Langer (er studierte in Los Angeles und tourte u.a. mit Ack van Rooyen, Aki Takase, Jeff Andrews, Bob Mintzer und seiner eigenen Band LANGER) ergänzen Schmid perfekt. The Beat goes on! Happy Birtday, Wolfgang! Weitere Informationen

So. 16.11. 19:00 Uhr

Buchpräsentation - "Blue Note: The Finest in Jazz“

Mit "Blue Note: The Finest in Jazz" legt der Münchner Sieveking Verlag rechtzeitig zum 75. Geburtstag die ultimative Story der wichtigsten Plattenfirma des Jazz vor. Optisch opulent, mit zahlreichen bisher unveröffentlichten Fotos, erzählt der Band auf 400 Seiten ein wichtiges Stück, Musik-, Kultur- und Zeitgeschichte, und stellt die Meilensteine im umfangreichen Label-Katalog vor. Unmittelbar vor dem Konzert von Joe Lovano, seit 1991 Blue Note Recording Artist, unterhält sich Musikjournalist Ssirus W. Pakzad mit Verlegerin Caroline Sieveking über das Konzept hinter den Sieveking-Jazzbüchern. Diese Veranstaltung findet in der Lounge neben dem Jazzclub Unterfahrt statt. Eintritt frei. Weitere Informationen

So. 16.11. 21:00 Uhr

Sound Prints - Joe Lovano & Dave Douglas Quintet

Joe Lovano (ts), Dave Douglas (tp), Lawrence Fields (p), Linda Oh (b), Joey Baron (dr)

Das Quintett des Grammy Award-Gewinners, Saxophonisten und Komponisten Joe Lovano und des Trompeters Dave Douglas, Sound Prints, wurde von der New York Times als ein Zusammenspiel zweier der "großartigsten Musiker der Jazzgeschichte" gelobt. "Joe Lovano is a vibrant player who delivers an award-worthy performance every time out", schreibt das Wall Street Journal und Dave Douglas sei "one of the most adventurous sonic explorers in music today." (Newsday, NY) Das Projekt Sound Prints haben die beiden Weltstars ihrem Vorbild Wayne Shorter gewidmet, jedoch interpretieren sie keine Originale Shorters, sondern komponierten in Korrespondenz mit ihrem Helden eigene Stücke. Wie Douglas hat Lovano in 20 Jahren rund 20 Alben unter eigenem Namen aufgenommen, und er hat ein Faible für Bassistinnen: In seinem Ensemble Us Five spielt Esperanza Spalding, bei Sound Prints die ebenso junge Australierin Linda Oh. "Lovano and Douglas have shown that their distinct and robust voices can lead, blend and push the idiom forward both in composition and improvisation, while embracing the front-line masters of previous generations." (Ronnie Scotts, London) Von diesem Quintett gibt es bisher keine Platte, daher bietet sich eine einmalige Chance: Unbedingt kommen und live genießen! Weitere Informationen

Mo. 17.11. 21 Uhr Big Band Night

Alessandro de Santis Big Band

Gary Williams (voc), Gabriel Keogh, Florian Brandl, Bastien Riesner, Fabian Bögelsack (tp), Werner Scholze, Jochen Proske, Alessandro De Santis, Wolfgang Opitz, Matt Noak (sax), Christian Landsiedel, Steve Crane, Markus Krämer, Thomas zur Lage (tb), Cedric Bonnet, Markus Wagner, John Brunton, Tommy Froschmaier (rhythm section).

Der in Rom geborene Saxophonist Alessandro De Santis lebt seit 1987 in München und bereichert mit seinen unterschiedlichen musikalischen Ideen und Projekten die Münchner Jazzszene. In der Unterfahrt ist er mit seiner Big Band zu hören, die es sich zum Ziel gesetzt hat, den Count Basie Orchestra Sound der 50er Jahre wieder aufleben zu lassen. Die Besetzung der Bigband ist international, die Musiker kommen aus Deutschland, Italien, England, Irland, Frankreich, Spanien und die Stimme der Band, Gary Williams, aus den USA. We fly you to the moon of Basie & Sinatra! Weitere Informationen

Di. 18.11. 21 Uhr highlight

Nina Attal

Nina Attal (voc, git), Philippe Devin (git), Nicolas Mary (keys), Julien Audigier (dr), Igor Pichon (b), Sylvain Fetis (sax), Herve Salamone (tp)

Die französische Singer-Songwriterin und Gitarristin Nina Attal brachte Ende 2011 ihr erstes Album "Yellow 6/17" heraus, mit dem ihr Name schnell in aller Munde war. Die junge Künstlerin schafft einen Klangcocktail aus Soul, Blues, Pop, Jazz und Funk und vereint Einflüsse der Black American Music mit eingängigen Pop-Melodien. Beeinflusst wurde sie vor allem von B. B. King, Sharon Jones und Prince. Vor fünf Jahren heimste sie so ziemlich jeden möglichen Preis auf einem der größten französischen Blues Festivals in Paris ein, dem "Blues sur Seine", und ist seitdem regelmäßig auf allen wichtigen Festivals (Europa Jazz Festival, Cahors Blues Festival, Rhino Jazz Festival) unterwegs. Im September erscheint ihr neues Album "Wha", das sie in New York aufgenommen hat. Langeweile kommt bei ihren Konzerten nicht auf: "with an incredible talent for the stage, like the artists that have influenced her, Nina Attal likes to put on a show. Singer but also guitarist, Nina Attal is primarily a rigorous musician with incredible energy, characteristics which she shares with the greatest artists." (Jazzkaar) Weitere Informationen

Mi. 19.11. 21 Uhr Deutschlandfunk-Mitschnitt - ACT: Jazz Night - The Norway of Jazz No° 72

In The Country

Morten Qvenild (p, keys), Roger Arntzen (b), Pål Hausken (dr)

Das Trio In The Country feiert in diesem Jahr sein zehnjähriges Bestehen. Es hat ungefähr 200 Konzerte (vier davon auch im Jazzclub Unterfahrt: 2008, 2009, 2011 und 2013) in über 20 Ländern gespielt und mit großem Erfolg, begleitet von einem weltweiten Presseecho, ein halbes Dutzend Alben und Videos veröffentlicht. "Sunset Sunrise", im legendären Sunset Sound Studio in Los Angeles aufgenommen, erschien 2012 beim deutschen Plattenlabel ACT. "Sie erzählen Geschichten – manche hermetisch, rätselhaft, in sich versunken, andere mollfröhlich skandinavisch in der Schwebe dieser speziellen Stimmungslage, zu der vor allem Combos aus dem hohen Norden berufen sind… vermengt mit psychedelischen, an den Avantrock der Siebziger anknüpfenden Spannungselementen und konterkariert durch improvisierte Kammermusik… Faszinierend verstockt und betörend manieristisch.“ (Ralf Dombrowski, Stereoplay) Weitere Informationen

Do. 20.11. 21 Uhr ACT: Jazz Night Young German Jazz

Tobias Christl "Wildern"

Tobias Christl (voc, effects), Peter Ehwald (ts, cl), Sebastian Müller (git, effects), Matthias Akeo Nowak (b), Etienne Nillesen (dr)

Tobias Christl, Jahrgang 1978, ist eine Rarität, ein Sänger, den es so im deutschen Jazz noch nicht gab. Weder Crooner noch scattender Lautmaler. Und schon gar nicht als Jazzer getarnter Popmusiker. Eher schon kunstvoll-wandelbarer Geschichtenerzähler, irgendwo zwischen Indie und Improvisation. Der Wahlberliner ist Stimmkünstler, Songwriter, Improvisator, Sprecher, Komponist, DJ und Mitinitiator des Kölner KLAENG Kollektivs. Er spielt Klavier, Keyboards, Klarinette und Gitarre, studierte u.a. bei Theo Bleckmann in New York. "Wildern" heißt sein ACT young german jazz-Debüt. Warum? „Am liebsten jagen wir gute Songs.“ sagt Christl. "Wildern" ist ein Streifzug durch das dichte Unterholz von vier Jahrzehnten Popmusik, durch Songs von Größen wie Leonard Cohen, The Smiths, Björk, A-HA, Joy Division, Lana Del Rey, Paul Simon, Tom Waits oder Rio Reiser. Mit hörbarer Freude am Dekonstruieren, Abreißen und Umbauen entsteht hier im Jazz-Quintet-Setting wirklich neue Musik, reich an Ecken und Kanten, Kontrasten, Brüchen und unerwarteten Wendungen. Zugleich bleibt die Seele der Songs erhalten, je nach Betrachtungsweise könnte man sagen: sie wird freigelegt. Weitere Informationen

Fr. 21.11. 21 Uhr

Sons of Kemet

Shabaka Hutchings (cl, sax), Tom Skinner (dr), Seb Rochford (dr), Theon Cross (tuba)

Shabaka Hutchings gehört zu den umtriebigsten Vertretern des jungen britischen Jazz. In London geboren, verbrachte der Saxophonist seine Kindheit größtenteils auf Barbados, wo er in Calypso¬-Bands begann. 1999 kehrte er nach England zurück und machte sich dort innerhalb kürzester Zeit einen Namen. Bald spielte er mit Musikgrößen wie Jerry Dammers oder Courtney Pine sowie mit der Reggae-Jazz-Truppe Jazz Jamaica. Mit seinem neuen Quartett, mit dem er tief in sein karibisches Erbe eintaucht, beschwört Shabaka Hutchings zugleich die ekstatischen Qualitäten des freien Jazz. In ungewöhnlicher Besetzung mit gleich zwei Powerhouse¬-Drummern und Oren Marshall, dem "Jimi Hendrix der Tuba", am tiefen Blech, versprechen die Sons of Kemet ein wundervoll energiegeladenes und unorthodoxes Konzert. Weitere Informationen

Sa. 22.11. 21 Uhr Jubiläumstour

Thärichens Tentett

Michael Schiefel (voc), Sven Klammer (tp, flh), Jan von Klewitz (as, ss, cl), Andreas Spannagel (fl, ts), Nikolaus Leistle (bs, bcl), Simon Harrer (tb), Kai Brückner (git), Pepe Berns (b), Kai Schönburg (dr), Nicolai Thärichen (p, komp)

Thärichens Tentett wird in diesem Jahr 15 Jahre alt. Ein Grund zum Feiern und für ein Jubiläumskonzert in der Unterfahrt! Mittlerweile fünf Alben hat das Tentett im Gepäck, das letzte "An Berliner Kinder" hält die Westdeutsche Allgemeine Zeitung für "grandios: Fabelhafte Arrangements – schillernde Miniaturen, deren Schönheit einen Meilenstein des aktuellen deutschen Jazz markiert." Die Süddeutsche Zeitung findet "das famose Thärichens Tentett konkurrenzlos" und in seiner Musik "das kompositorisch Gelungenste, arrangementtechnisch Ausgefeilteste und in der Präsentation Humorvollste, was derzeit in Deutschland von einer größeren Besetzung kommt". Michael Schiefel gewann für seine Kunst auf dieser CD den ECHO Jazz 2013 in der Kategorie "Jazzsänger des Jahres national". Weitere Informationen

Sa. 22.11. 19:00 Uhr

Let's talk about...Jazz

Die beiden Jazzjournalisten Oliver Hochkeppel (Süddeutsche Zeitung) und Ssirus W. Pakzad (Bayerischer Rundfunk) nehmen heute den Jubilar Nicolai Thärichen ins Visier: sein Tentett wird 15 Jahre alt. Was es also heißt eine pubertierende Großformation in Schach zu halten - der eine kommt immer zu spät, der andere sagt nicht, wo er hingeht, der nächste hat seine Noten vergessen und einer kuckt schon vor dem 2. Set zu tief ins Glas -, das können Sie heute Abend vom Bandleader höchst persönlich erfahren. Ganz nebenbei geht es natürlich auch um musikalische Inhalte. Der Eintritt ist frei. Viel Vergnügen. Weitere Informationen

So. 23.11. 20:30 Uhr

ArtSession

"Harmonie" Ausstellungseröffnung von Rob Zeer mit anschließender Jam Session unter der Leitung von Mariette Radtke (voc)

Harmonie ist im kollektiven Bewusstsein so eine Art Vorhof zum Paradies. Die Frage nach der Harmonie mag daher auch der kleinste gemeinsame Nenner vieler Künstler sein, ob Mozart oder Manet, Paul Klee oder Keith Jarrett. Nun also ein erneuter Vorstoß in Richtung Paradies von Rob Zeer. Die (Stadt-)Landschaften und Figuren des kanadischen Malers sind einfach schön: opulent farbig und ergreifend schlicht in der Linienführung. Rob Zeer lebt abwechselnd in der Nähe von Calgary (Kanada) und in München-Schwabing. - Bei der anschließenden Jam Session lädt Mariette Radtke (voc) alle Einsteiger auf die offene Bühne. Eintritt frei! Weitere Informationen

Mo. 24.11. 21 Uhr Big Band Night

The Munich Lounge Lizards

Das Jazz-Ministerium warnt: Ein Konzert der Munich Lounge Lizards enthält doppelt so viel Jazz wie gemäß den offiziellen Richtlinien empfohlen. Die volle Packung MLL lässt den Zuhörer in einen rauschhaften Zustand verfallen, mit Symptomen wie: rhythmisches Fußwippen, strahlende Augen und verzücktes Lächeln. Es sind Fälle bekannt, wo die Inhalation eines einzigen Swing-Arrangements der "Hardest working Big Band in town" zu lebenslanger, inoperabler Lizard-Abhängigkeit führte – und ihre Balladen sind so schön gespielt, dass es fast illegal ist. Weitere Informationen

Di. 25.11. 21 Uhr ACT: Jazz Night

Lars Danielsson - Liberetto II

Lars Danielsson (b, cello, leader), Jonas Östholm (p), John Parricelli (git), Magnus Öström (dr, perc)

Wenn Musik keine Seele hat, ist sie nichts. Für den Meister des Wohlklangs an Bass und Cello liegt ihre Kraft in der Melodie, sie ist der Keim, das Energiezentrum, aus dem sich alles entfaltet. Es gibt sicher nur wenige Tieftöner auf diesem Planeten, die so feinfühlig und im wahrsten Sinne des Wortes "schön" komponieren, nur wenige, die so geschmackssicher arrangieren. Das meisterhaft besetzte Liberetto-Ensemble gibt Lars Danielsson die größtmögliche Freiheit, sich auszudrücken, um Musik zu schaffen, die in erster Linie eines ist: Genuss. Der “Stern“ bescheinigte dem 2012 erschienen Liberetto - Debüt eine "ganz große Kraft", die aus der Ruhe ihre Energie entfacht. Auf "Liberetto II" lässt sich Danielsson mit seinem Quartett nun weiter treiben und erkundet neue musikalische Räume zwischen Kammerjazz, Klassik und europäischer Volksmusik. Die Melodie steht dabei immer im Mittelpunkt, ihre Entwicklung und kreative Verarbeitung steht – wie es schon Danielssons Titelwortschöpfung andeutet – gleichermaßen in der Tradition formaler Prinzipien der europäischen Klassik wie der improvisatorischen Freiheit des Jazz. Das einigende Element ist dabei aber keine Kopfgeburt, wie es bei so vielen Crossover-Experimenten der Fall ist. Weitere Informationen

Mi. 26.11. 21 Uhr Stargastspiel

The Swallow Quintet

Steve Swallow (b), Carla Bley (hammond B3 organ), Chris Cheek (ts), Steve Cardenas (git), Jorge Rossy (dr)

"Vergleichbar den Jahresringen eines Baumes lassen sich an der Biografie Steve Swallows ganze Entwicklungsstränge des Jazz der letzten fünfzig Jahre ablesen. Piano und Trompete als Kind und mit 14 zum Bass gewechselt, dann folgten Studienjahre in Komposition an der Yale Universität. Swallow verstand sich von Anfang an als Komponist und Geschichtenerzähler, der die Innovationen von Scott LaFaro, Charles Mingus und Red Mitchell verinnerlichte und weiterentwickelte. 1960 folgte er Paul und Carla Bley nach New York und spielte schon bald im Jimmy Giuffre Trio. In Gary Burtons Band wechselte er 1970 als einer der ersten Jazzbassisten überhaupt zur Bassgitarre und war damit Wegbereiter für viele große Bassisten des Jazzrock. Seit 1978 arbeitet er in Formationen von Duo bis Big Band immer wieder mit und für Carla Bley. 1991 wurde aus dieser Arbeitsgemeinschaft mit Carla Bley auch eine Lebensgemeinschaft. Swallows aktuelles Quintett, mit Carla Bley an der Hammond B3, ist eine Art Familientreffen, an dem mit Steve Cardenas und Chris Cheek auch zwei Musiker teilnehmen, die er aus Paul Motian’s Electric Bebop Band kennt." (Quelle: Jazzfest Berlin) Weitere Informationen

Do. 27.11. 21 Uhr

Marty Cook Quartet feat. Wanja Slavin

Marty Cook (tb), Wanja Slavin (as), Andy Kurz (b), Jan Leipnitz (dr)

Für diesen Abend holt Marty Cook seine Lieblingsspieler auf die Bühne. "Sie verfolgen einen radikal individuellen Ansatz, spielen sich selbst, und besitzen ein tiefes Verständnis für die Herkunft der Musik", beschreibt Posaunist Marty Cook seine Mitspieler und gleichzeitig seinen eigenen Anspruch an Musik, Komposition und Improvisation. Altsaxophonist Wanja Slavin, soeben mit dem ECHO Jazz ausgezeichnet, nimmt seine Zuhörer mit auf immer neue Reisen und überrascht mit Abzweigungen in Zeit und Raum. Andy Kurz wagt sich mit seinen Bass-Saiten in die Welt komplexer Empfindungen und Jan Leipnitz schafft mit seinem Schlagzeug ein Gerüst, von dem aus die Spieler den Sprung in die völlige Freiheit wagen können. "Cook unterläuft Erwartungen und nimmt seine Hörer mit auf einen Weg, der erst dann logisch erscheint nachdem er beschritten wurde", fasst das Cadence Jazz Magazine zusammen. Weitere Informationen

Fr. 28.11. 21 Uhr

Jonas Burgwinkel - Source Direct

Julian Argüelles (sax), Rainer Böhm (p), Robert Landfermann (b), Jonas Burgwinkel (dr)

"Source Direct" – der Titel sagt es: Jonas Burgwinkel braucht keine Umwege, um auf den Punkt zu kommen. Er erfindet den Jazz nicht neu, und doch ist seine unbekümmerte Erzählhaltung in jeder Hinsicht erfrischend und herausfordernd kurzweilig. Seine Stücke, egal ob aus eigener Feder oder von Billie Holiday, Weather Report, Pablo Held oder Björk, sprühen vor Neugier auf die unbegrenzte Welt der klangpoetischen Möglichkeiten und nicht zuletzt auf das eigene Universum. Und es bereitet Jonas Burgwinkel hörbares Vergnügen, diese Neugier an seine Hörer weiterzugeben. "Junger deutscher Jazz mit Relevanz. [...] Die Revolution liegt nicht in der umstürzlerischen Form oder einem weiteren Stilmix, sondern im puren Jazz mit eigenem Ton. [...] In der Szene wirkt sein Name wie ein Donnerhall: Jonas Burgwinkel, Schlagzeuger und einer der jüngsten Professoren Deutschlands, gehört auch zu den besten Jazzmusikern." (Oliver Hochkeppel, Süddeutsche Zeitung) Weitere Informationen

Sa. 29.11. 21 Uhr Stargstspiel

Steve Coleman And Five Elements

Steve Coleman (as), Jonathan Finlayson (tp), Anthony Tidd (b), Sean Rickman (dr)

Mitte der 80er Jahre wurde Steve Coleman als Kopf des stilistisch in Richtung Free-Funk orientierten New Yorker M-Base-Kollektivs bekannt. Dreissig Jahre später hat sich der Altsaxophonist zu einer stilbildenden Grösse des zeitgenössischen Jazz entwickelt. Seine universale musikalische Philosophie ist von antiken Kulturen ebenso wie von mittelalterlicher Mystik inspiriert. Doch obwohl Steve Coleman ein intellektuell konzipierender Improvisator ist, geht es schließlich vor allem um seine Musik. Und die hat Kraft und Dringlichkeit, sie ist hochvirtuos und gleichwohl tief in der Tradition verankert. Seine Konglomerate aus pulsierender Rhythmik und von charmanten Schräglagen durchsetzten, heißen Soli bilden überzeugende Kompromisse zwischen Jazz-Konvention und -Avantgarde. Weitere Informationen

So. 30.11. 21 Uhr

Jam Session

Leitung: Mariette Radtke (voc)

Die Münchner Jazzsängerin Mariette Radtke, auch bekannt unter dem Namen ihres Band- und Arbeitstitels Motion Club, hat sich in den letzten 20 Jahren einen bekannten Namen als Musikerin geschaffen. Neben ihrem fortwährenden musikalischen Engagement durch zahlreiche eigene Projekte im Heimatland, ist sie durch Konzerte quer durch Europa, Hawaii, den USA und Korea, sowohl als Bandleaderin als auch als Gastsängerin verschiedenster Formationen, über die Landesgrenze hinaus bekannt geworden. Zuletzt erschien ihre fünfte eigene CD "Beyond the Border" bei Fluxx Records. Die Sängerin freut sich auf viele Einsteiger/Innen und eine energiegeladene Jam Session. Weitere Informationen

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