Deutsch

Jazzclub UNTERFAHRT
Einsteinstraße 42
81675 München
Club: +49 (0)89 448 27 94

Öffnungszeiten Mo. bis So.: 19.30 bis 1.00 Uhr
Konzertbeginn: 21.00 Uhr
U-Bahn Max-Weber-Platz (U4/U5)

Okt 2013 | Dez 2013

Programm November 2013

01 | 02 | 03 | 04 | 05 | 06 | 07 | 08 | 09 | 10 | 11 | 12 | 13 | 14 | 15 | 16 | 17 | 18 | 19 | 20 | 21 | 22 | 23 | 24 | 25 | 26 | 27 | 28 | 29 | 30 |
Monatsprogramm | Heutiges Konzert

Fr. 01.11. 21 Uhr

Alexander von Hagke Quartett

Alexander von Hagke (cl, bcl), Alex Jung (git), Heiko Jung (b), Bastian Jütte (dr)

Ein ruhiges und melodisches Programm, passend zu Allerheiligen, präsentiert der Münchner Alexander von Hagke, diesmal nur an Klarinette und Bassklarinette. Der Träger des Bayerischen Kunstförderpreises ist in vielen musikalischen Welten zuhause, er spielt auf Jazz- oder Neue Musik-Festivals ebenso wie in Kammermusiksälen oder in Spitzenorchestern. In seinem neuen Quartett zelebriert er ein Klarinettenspiel, das von feiner Melodik und sphärischen Grooves geprägt ist. Mit von der Partie sind Passo Avanti-Gitarrist und Hochschuldozent Alex Jung, Top-Bassist Heiko Jung (Panzerballett, Martin Grubinger, Klaus Doldinger, Academy of St. Martin in the Fields) sowie Echo-Preisträger Bastian Jütte am Schlagzeug. "Von Hagkes Improvisationsmusik besitzt eine spielerische Reife und schreiberische Raffinesse, wie man sie nicht häufig von einem jungen Jazzmusiker zu hören bekommt." (JazzThing) "Von klassischen Kompositionsprinzipien und der Jazztradition durchdrungen klingt er, sein Modern Jazz, der wirklich modern ist und die Improvisation zu ihrem Recht kommen lässt, ohne sich zu verzetteln. Seine Klarinette ist unverwechselbar." (Süddeutsche Zeitung). Weitere Informationen

Sa. 02.11. 21 Uhr Highlight

Snarky Puppy

Michael League (b), Bob Lanzetti (git), Bill Laurance (keys), Chris Bullock (sax), Mike Maher (tp), Justin Stanton (tp, keys), Robert "Sput" Searight (dr), Nate Werth (perc), Mike Harrison (sound)

Seit Snarky Puppy 2004 von dem Bassisten Michael League gegründet wurde, ist es von einem Haufen Kids von der Northern Texas University zu dem musikalischen Kraftwerk gereift, das die Band heute zu einem heißen Geheimtip macht. Wenn man Snarky Puppy live erlebt, versteht man, was die Band unter ihrem Motto "For your brain and booty" versteht: Snarky Puppy gelingt eine Mischung aus intelligenten Songs, starken Melodien und Heavy Beats, bei denen man aufstehen und tanzen möchte. Die Mitglieder von Snarky Puppy, die etwa in den Bands von Snoop Dog, Beyonce und Erikah Badu spielen, wissen, wie man harten Funk und verspielten Fusion auf der Bühne zu einer heißen Live-Performance reifen lässt, die trotz ausgetüftelten Arrangements die Lebendigkeit und Spontaneität einer Jam Session bewahrt. Weitere Informationen

So. 03.11. 21 Uhr

Jam Session

Ltg.: Claus Koch (ts)

Ein prächtiger, voller, warmer Tenorsound ist das Markenzeichen von Claus Koch. Swing, Bebop, Hardbop und Souljazz sind seine "favourites". Alle, die seine Vorlieben teilen, sind herzlich eingeladen, einzusteigen! Weitere Informationen

Mo. 04.11. 21 Uhr Big Band Night - The Funky Side of Things

The Jazz Big Band Association

Klaus Graf, Florian Riedl (as), Axel Kühn, Christof Hörmann (ts), Norbert Emminger (bs), Florian Jechlinger , Nemanja Jovanovic, Franz Weyerer, Ralf Hesse (tp), Jürgen Neudert, Erwin Gregg, Hans Heiner Bettinger Eberhard Budziat (tb), Heinrich Wulff (git), Chris Gall (p), Andi Kurz (b), Christoph Holzhauser (dr)

Die Jazz Big Band Association vereint in Ihrer dritten Saison viele der herausragenden Jazzmusiker Deutschlands, die sowohl als Bandleader wie auch als gefragte Sidemen bereits wohlbekannt sind. Die Namen der Bandmitglieder lesen sich wie ein "who is who" der Big Band-Szene. Technisch brilliant und mit Ihren hervorragenden Solisten spielt die Band Arrangements aus dem Repertoire von weltbekannten Arrangeuren wie Bert Joris, Bob Florence und Sammy Nestico, einem der Arrangeure der Count Basie Big Band. Heute lässt sie aber auch bei Rock-Funk-Klassikern die Beine des Publikums zappeln. Das Motto des heutigen Programms "The Funky Side of Things" führt zurück zum Sound der grooveorientierten Big Bands der 70er Jahre – Let the music talk to you! Weitere Informationen

Di. 05.11. 21 Uhr Stargastspiel

David Murray Infinity Quartet

David Murray (sax), Rod Williams (p), Jaribu Shahid (b), Nasheet Waits (dr)

David Murray, für viele der herausragende Saxophonist des modernen, afro-amerikanischen Jazz, besucht die Unterfahrt mit dem neu formatierten Infinity Quartet. David Murray ist ein Mann der Synthese. Spielend – im wahrsten Sinne des Wortes – bringt er scheinbar disparate Einflüsse der Jazzgeschichte unter einen Hut. Sein Spiel erinnert an die expressive Wildheit Albert Aylers und an die hymnische Spiritualität John Coltranes, ist aber ebenso stark im Blues und in der Jazztradition früher Tenor-Ikonen wie Coleman Hawkins, Ben Webster oder Sonny Rollins verwurzelt. Sein bisheriger musikalischer Output hat gigantische Ausmaße. Im Juni 2013 veröffentlichte David Murray auf dem Label Motéma mit dieser Band sein erstes Quartettalbum seit sechs Jahren. Im Rahmen der aktuellen Tour wird er das Programm von "Be My Monster Love" präsentieren. Weitere Informationen

Mi. 06.11. 21 Uhr ACT: Jazz Night

Caecilie Norby - Silent Ways

Caecilie Norby (voc), Lars Danielsson (b), Jacob Karlzon (p), Klaus Menzer (dr)

Caecilie Norby hat schon immer nur auf ihr Herz gehört und die musikalische Qualität von Melodien frei von Genre-Denken beurteilt. So wurde sie mit ihrer Funk-Jazzband "Frontline" und dem Pop-Duo "One Two" zuerst in ihrer Heimat zum Star, bevor ihr Brückenschlag zwischen den Genres auch international Furore machte: Als erste Skandinavierin wurde sie von Blue Note unter Vertrag genommen. Ein Weg zwischen den Welten, den auch ihr ACT-Debüt "Arabesque" vor zwei Jahren definierte: Zu Vorlagen aus der Klassik, von Rimski-Korsakow und Ravel bis zu Michel Legrand schrieb sie eigene Texte und transportierte sie – mithilfe ihres Ehemannes Lars Danielsson und ihrer Band – in den Jazz. Nun, mit ihrem zweiten ACT-Album "Silent Ways" geht sie gewissermaßen den umgekehrten Weg. Sie suchte sich ein Dutzend ihrer Lieblings-Singer/Songwriter-Melodien aus (darunter auch das von ihr und Lars Danielsson selbst stammende "Hymnen"), um sie sozusagen mit Klassik und Jazz aufzuladen. Klassisch ist die vom Albumtitel angedeutete fast kammermusikalische, ruhige Form, ebenso wie der emotionale Ausdruck ihrer Interpretationen – man höre nur ihre meditativen, ja fast spirituellen Versionen der Leonard-Cohen-Songs "Winter Lady" und "In My Secret Life". Der jazzige Ansatz liegt in der Stimmtechnik, im Arrangement und natürlich im gemeinsamen Improvisieren der handverlesenen, prominent besetzten Band. Weitere Informationen

Do. 07.11. 21 Uhr The Norway of Jazz N° 59

Team Hegdal

Eirik Hegdal (sax, cl), André Roligheten (sax), Oscar Grönberg (p), Ole Morten Vågan (b), Gard Nilssen (dr)

Das "Team Hegdal" ist Eirik Hegdals kompositorischer Spielplatz für das kleine Band-Format. Dem internationalen und ganz besonders auch dem Münchner Publikum (durch die Auftritte bei uns im Club),ist Eirik Hegdal durch seine Arbeit mit dem bekannten Trondheim Jazz Orchestra (eines der wichtigsten und kreativsten Ensembles der norwegischen Jazzszene, hervorgegangen aus dem Jazz Department des Konservatoriums in Trondheim) und Joshua Redman ein Begriff. In den transparent angelegten Kompositionen bekommt jeder Musiker im "Team Hegdal" viel Freiheit, sich auszudrücken. Die Musik atmet, lebt, swingt und groovt. "Let me say it once and for all: I bow my forehead to the dust for Eirik Hegdals huge production, the creativity and contagious enthusiasm that he brings into every project.... A powerful demonstration of creative composition,strong solos and a really tough band sound." (Svein Magnus Furu, Jazznytt) Weitere Informationen

Fr. 08.11. 21 Uhr vocal highlight - Munich Debut

Alexander Stewart

Alexander Stewart (voc), Nathaniel Facey (sax), Robert Baron (p), Robert Anstey (b), Andrew Ball(dr)

Die Jazz-Pop-Sensation des Frühjahrs 2013 heißt Alexander Stewart. Sein Debüt "All Or Nothing At All" erinnert an die jungen Frank Sinatra und Mel Tormé. Es swingt elegant, schmeichelt mit klassischen Crooner-Balladen und spannt mit Jazzadaptionen ausgesuchter Pop-Klassiker bewusst einen Bogen von den zeitlosen Standards des Great American Songbook zur Gegenwart. Keine Frage, der 26-jährige Brite hat das Zeug zum Star. Blendendes Aussehen, sichere, elegante Performance und eine warme, für ihr Alter bemerkenswert reife Stimme. Der Albumtitel "All Or Nothing At All" ist mehr als eine Verbeugung vor Frank Sinatra, der diese Altman/ Lawrence-Komposition zum Hit machte. "Man landet als Künstler schnell in einer Schublade. Ich wollte mich nicht auf ein Genre beschränken. Ich wollte alles oder nichts", erklärt Stewart. "Ein reines Standard-Album repräsentiert meine Einflüsse nicht vollständig. Deshalb stehen Songs verschiedener Dekaden, wie ’Call Me’, ’Black And Gold’ oder ’Born To Die’ neben Duke Ellingtons ’Jump For Joy’, ’All The Way’ und ’You Don’t Know Me’ von Ray Charles.Wichtig war mir vor allem eines: Sie müssen interessante Geschichten erzählen. Ich kann keinen Song glaubhaft präsentieren, hinter dem ich nicht stehe. Mich faszinieren Stücke wie die von Cole Porter. Sie sind so zeitlos, mit ihren pointierten Texten und einprägsamen Melodien. Dabei wirken sie so mühelos komponiert, so simpel und sind doch so durchdacht.“ Weitere Informationen

Sa. 09.11. 21 Uhr Jazz Thing - Next Generation Celebration! 10 Years Concert Series

The Big Jazz Thing

Tobias Meinhart (ts), Evgeny Ring (as), Bastian Stein (tp), Klaus Heidenreich (tb), Max Frankl (git), Tim Allhoff (p), Andreas Kurz (b), Bastian Jütte (dr)

Die weltweit einmalige Serie "Jazz Thing Next Generation" feiert 2013 das zehnte Jahr ihres Bestehens und im November die 50. Ausgabe. Damit zusammen fallen weitere Jubiläen: Deutschlands größtes Jazzmagazin, JazzThing, bereicherte erstmals vor 20 Jahren den Zeitschriftenmarkt und wird 2013 die 100. Ausgabe veröffentlichen. Double Moon Records wiederum besteht dann seit 15 Jahren. Zur Feier geht nun die All-Star-Band "The Big Jazz Thing" auf Jubiläumstournee. Dieses Aushängeschild des jungen Jazz aus deutschsprachigen Ländern wird mittlerweile im In- und Ausland von der Presse hoch gelobt. Viele der Musiker und Bands haben den Sprung zu prestigeträchtigen Labels wie ECM und ENJA geschafft und sind zu Botschaftern des aktuellen deutschen Jazz geworden. Sie werden regelmäßig mit angesehenen Preisen geehrt, vom "Neuen Deutschen Jazzpreis" über den "WDR Jazzpreis" bis hin zum "ECHO Jazz". Weitere Informationen

Sa. 09.11. 19:00 Uhr

Let's talk about...JAZZ

Die Qual der Wahl haben Oliver Hochkeppel und Ssirus Pakzad, wenn sie sich nun mit ihrem Jazz-Talk aus der Sommerpause zurückmelden: Aus den acht Musikern, die hinterher auf der Bühne zu sehen sind, werden sie sich eine repräsentative Auswahl herauspicken, um ein Dreiviertelstündchen über jungen deutschen Jazz und seine Zukunft zu sprechen. Alle acht könnten dazu ganze Nächte Rede und Antwort stehen, sind sie doch – zur All-Star-Band "The Big Jazz Thing" zusammengespannt - eine handverlesene Auswahl der "Next Generation", die die Zeitschrift JazzThing (für die auch Padzad schreibt) seit nunmehr zehn Jahren gemeinsam mit dem Label Double Moon gewissermaßen als Blütenlese des Neuen Deutschen Jazz an den Start bringt. Wie die Perspektive eines Münchner Cracks wie Bastian Jütte oder Andi Kurz aussieht und sich zum Beispiel von der eines Österreichers wie Bastian Stein oder eines New-York-Emigranten wie Tobias Meinhart unterscheidet – Lassen Sie sich überraschen! 19:00 Uhr, Eintritt frei, Lounge. Um Reservierung wird gebeten. Weitere Informationen

So. 10.11. 21 Uhr

Jam Session

Ltg.: Claus Koch (ts)

Ein prächtiger, voller, warmer Tenorsound ist das Markenzeichen von Claus Koch. Swing, Bebop, Hardbop und Souljazz sind seine "favourites". Alle, die seine Vorlieben teilen, sind herzlich eingeladen, einzusteigen! Weitere Informationen

Mo. 11.11. 20:00 Uhr

Junger Münchner Jazzpreis 2013

3 Bands spielen in einem neuen Wettbewerb um den "Jungen Münchner Jazzpreis". Mit dabei sind: TrioDiktion, Vibraxophonie und das Louis Stapleton Trio. Trio.Diktion aus Leipzig, mit Antonia Hausmann (tb) - Matti Oehl (alto sax) - Jakob Petzl (b) - Philip Frischkorn (p). Ein modernes Quartett, das sowohl die lyrischen Momente auf der Bühne zelebriert und gleichwohl den Humor und Witz nicht vernachlässigt. Da sind Widersprüche vorprogrammiert. Sie leugnen ihre Wurzeln und stehen zu ihnen. In einem lebendigen Miteinander, einem verschlungen Gespräch gleich, musizieren sie mit viel Spielfreude kleine Miniaturen. Musik zum Zuhören. Vibraxophonie aus Nürnberg, mit Julian Schunter (alto & soprano sax) - Felix Prihoda - (vib). Zu zweit, intim und kommunikativ: Das mehrfach preisgekrönte Ensemble Vibraxophonie begeistert mit akustischer Musik zwischen Tango und Modern Jazz. Neben eigener Musik präsentieren die beiden jungen Künstler Kompositionen großer Meister wie Astor Piazzolla, Chick Corea und Keith Jarrett. „Hier sind spürbar zwei Enthusiasten am Werke, die der Musik mit subtiler Leidenschaft oder offener Begeisterung anhängen.“ Udo Güldner, Nordbayerische Nachrichten. Louis Stapleton Trio aus Köln, Louis Stapleton (p) - Oliver Lutz (b) - Fabian Arends (dr). "Ich denke, dass dieses Trio das Gleichgewicht zwischen Musikern und Zuhörern herstellt und so beide diese Musik gleichermaßen genießen können." Louis Stapleton, Pianist und Komponist der Band. Eine Musik die man kaum einem spezifischem Genre zuordnen kann. Am ehesten lässt sie sich aber als groovebetonten Jazz mit Rock- und Popeinflüssen beschreiben. Diese Einflüsse, die den sogenannten "RockJazz" der Band geprägt haben reichen von Künstlern wie Avishai Cohen bis hin zu Radiohead oder Coldplay. Der "Junge Münchner Jazzpreis" findet unter der Schirmherrschaft von OB Christian Ude statt. Der Club öffnet an diesem Abend um 19 Uhr, Ticketabholzeit ist 19:30, Beginn ist um 20 Uhr. Weitere Informationen

Di. 12.11. 21 Uhr

Eliott Sharp meets Gunnar Geisse

Eliott Sharp (git), Gunnar Geisse (git, laptop guitar)

Der Gitarrist Elliott Sharp gehört zu den markantesten Persönlichkeiten der New Yorker Downtown-Szene. Seit den 80er Jahren steht er neben Musikern wie John Zorn, Arto Lindsay, Bill Frisell, Zeena Parkins, Marc Ribot oder Christian Marclay für Innovation im Grenzbereich zwischen Improvisation, Komposition, elektronischer Musik, zwischen Jazz, Blues und Rock. Heute trifft er auf den Münchner Gitarristen und Elektroniker Gunnar Geisse. Auch er bewegt sich im Spannungsfeld zwischen experimenteller/ improvisierter Musik und “Neuer Musik“. Dafür entwickelte er ein komplexes Instrumentarium aus elektrischer Gitarre und elektronischer Klangverarbeitung, das er laptop guitar nennt. Eliott Sharp und Gunnar Geisse traten schon gemeinsam in der Reihe "processing" auf und Gunnar Geisse ist auf der von Eliott Sharp produzierten CD "I Never Meta Guitar" zu hören. Weitere Informationen

Mi. 13.11. 21 Uhr

European Jazz made in: Poland

Mit "European Jazz made in: ..." präsentiert der Jazzclub Unterfahrt den aktuellen, zeitgenössischen Jazz Europas. "Der Jazz hat seine Emanzipationsphase in Europa lange hinter sich gebracht. Das errungene Selbstbewusstsein spornt Musiker dazu an, sich immer mehr vom amerikanischen Mainstream zu lösen. Einige der Entwicklungen in dieser Musik nehmen heute nicht mehr vom Ursprungsland des Jazz ihren Ausgang, sondern finden auf dem alten Kontinent statt." Das sagte Wolfram Knauer vom Jazzinstitut Darmstadt bereits 1993. Welche Entwicklungen der Jazz in Europa genommen hat und wie sich diese unter dem Einfluss der verschiedenen Kulturen Europas darstellen, macht sich die Reihe "European Jazz made in: ..." zum Thema. Jazz aus Italien hört sich ganz anderes an als Jazz aus Norwegen, der sich wiederum völlig vom Jazz aus Frankreich unterscheidet u.s.w.. So vielfältig die Kulturen Europas, so vielfältig ist auch der Jazz den sie hervorbringen. Weitere Informationen

Mi. 13.11. 21 Uhr European Jazz made in: Poland

Zbigniew Namyslowski Quintet

Zbigniew Namysłowski (as, cl), Jacek Namysłowski (tb), Sławomir Jaskułke (p), Michał Barański (b) Grzegorz Grzyb (dr)

Zum Auftakt der viertägigen Konzertreihe "European Jazz made in: Poland" treffen wir gleich am ersten Abend auf einen Weltstar der polnischen Jazzszene. Zbigniew Namyslowski, Jahrgang 1939, erlernte schon als Kind das Klavier- und Cellospiel. 1955, vom Jazz begeistert, wechselte er zur Posaune und Altsaxophon. Bald wurde er einer der bekanntesten und profiliertesten Vertreter des zeitgenössischen polnischen Jazz, er spielte auf berühmten Festivals, wie beim Jazz Jamboree in Warschau und dem Newport Festival '62. In den 1960er Jahren spielte er in der Band des Filmkomponisten Krzysztof Komeda, anschließend tourte Namysłowski durch die USA, Indien, Australien und Neuseeland. Von 1978 bis 1980 hat er mit Michal Urbaniak und Urszula Dudziak in den USA gespielt. Nach seiner Rückkehr nach Polen war er nicht nur als Musiker, sondern auch als Komponist tätig. Die polnische Folklore fungiert in seiner Musik als identitätsbildender Gegenpol zum westlichen und amerikanischen Jazz. Namysłowski wurde 2006 als bester Jazzmusiker und sein Album "Assymetry" als bestes Jazzalbum des Jahres mit dem polnischen "Fryderyk-Preis" ausgezeichnet. In seinem Quintett spielen neben seinem Sohn Jacek, der bereits ein anerkannter Posaunist ist, weitere hervorragende Musiker. Slawek Jaskulke gehört zu den besten polnischen Jazzpianisten, er spielte bereits in der Carnegie Hall in New York, der Symphony Hall Chicago und im International Performing Arts Center Moskau und nahm bei den bekanntesten Festivals teil ( u.a. beim North Sea Jazz Festival, Jazzfest Berlin, Red Sea Jazz Festival, Music Beyond Borders in Hongkong). Weitere Informationen

Do. 14.11. 21 Uhr European Jazz made in: Poland

rgg trio - Szymanowski

Lukasz Ojdana (p), Maciej Garbowski (b), Krzysztof Gradziuk (dr)

Das rgg trio wurde vor 12 Jahren gegründet. Die drei jungen Musiker spielen eine klare, doch zugleich emotionsgeladene Musik; ausdruckstark und sparsam. Das erklärt ihren Erfolg in Polen und auch im Ausland. Lukasz Ojdana wird als Perfektionist und Romantiker be-zeichnet, das Gleiche kann man über Maciej Garbowski sagen, der seit 2007 Bass und E-Bass an der Jazz-abteilung der Musikhochschule in Katowice unterrichtet. Er hat bereits mit Tomasz Stańko, Terje Rypdal, Tord Gustafsson, Jon Fält und Antoine Roney gespielt. Die neue CD des Trios wurde von der Presse sehr gelobt. Sie trägt den Namen des berühmten polnischen Komponisten Karol Szymanowski, der in seinen Werken Volksmelodien in impressionistischer Form darstellte und sich mit ihren Wurzeln schöpferisch auseinandersetzte. Das Projekt "Szymanowski" ist eine moderne Auseinandersetzung mit der bereits vor 100 Jahren genial interpretierten Volks-musik voll melodischer Schönheit und Harmonie. Ein Zyklus von Mazurken, Variationen und Präludien, der ein einheitliches Bild eines vielschichtigen Werkes erzeugt. Man kann die Musik von Karol Szymanowski erkennen und gleichzeitig den für markanten Stil des rgg trios. Weitere Informationen

Fr. 15.11. 21 Uhr European Jazz made in: Poland

Hanna Banaszak & Band

Hanna Banaszak (voc), Piotr Kaluzny (p), Leszek Ranz(b), Krzysztof Przybylowicz (dr) Andrzej Mazurek (perc)

Hanna Banaszak hat 1976 beim Gesangfestival "Junge Talente" in Opole teilgenonommen und wurde dort entdeckt. Mit der polnischen Big Band "Sami Swoi" ist sie durch Polen und Europa getourt. 1986 gewann sie den Grand Prix beim belgischen Europopstar Festival. Das war der Start einer großen Solokarriere. Ihr großer Stimmumfang, ihr Sinn für Swing und ihr schauspielerisches Talent prägen ihren persönlichen Stil. Sie kann leicht von der tiefen, etwas rauhen Stimme in eindringliche Höhen wechseln. Mit Charme, Humor und Klasse tritt sie in musikalischen Dialog mit den begleitenden Musikern. Ihr Repertoire ist vielseitig: Neben ihren eigenen lyrischen Texten singt sie Gedichte von Jan Kochanowski, Joseph Brodsky, Jacek Kaczmarski und interpretiert Musik von Mozart, Vivaldi, Chuck Mangione, Astor Piazzola, Pat Metheny, George Gershwin und Duck Ellington. Nicht nur in Polen sind die Konzertsäle bei ihrem Auftritt ausverkauft. So war es auch auf Tourneen in Japan, den USA und Kanada und in vielen europäischen Ländern. Weitere Informationen

Sa. 16.11. 21 Uhr European Jazz made in: Poland

Elec-Tri-City plus Leszek Zadlo

Marcin Wadolowski (git), Dominik Bukowski (xylosynth), Janusz Mackiewicz (e-b), Grzegorz Sycz (dr), Leszek Zadlo (sax)

Die vier befreudeten Musiker kennen sich aus verschiedenen Formationen und haben 2011 die Band Elec-Tri-City gegründet. Gekonnt kombinieren sie Jazzstandards mit Rhythmen der Musik der 70er Jahre und der heutigen populären Musik. Mit modernem technischen Equipment ausgerüstet erfinden sie einen neuen Sound. Heute abend präsentieren sie ihre neue CD "Elec-Tri-City" (unter Mitwirkung von Leszek Mozdzer and Maciej Sikala), die im August dieses Jahres veröffentlicht wurde. Als besonderer Gast trifft heute der in München lebende Jazzsaxophonist Leszek Zadlo auf Elec-Tri-City. Weitere Informationen

So. 17.11. 21 Uhr

Jam Session

Ltg.: Claus Koch (ts)

Ein prächtiger, voller, warmer Tenorsound ist das Markenzeichen von Claus Koch. Swing, Bebop, Hardbop und Souljazz sind seine "favourites". Alle, die seine Vorlieben teilen, sind herzlich eingeladen, einzusteigen! Weitere Informationen

Mo. 18.11. 21 Uhr Big Band Night

Uni Big Band München

"Besonders bestechend an dieser Formation sind die präzisen, mit gut ausbalancierter Dynamik und beispielhafter Komplexität gespielten Passagen der Brass- und Reed-Sections, die sich im Einzel-Satzspiel wie auch im Zusammenspiel auf hohem Niveau zeigen. Die Solisten entwickeln beachtenswert inspirierte Ideen, die zusammen mit den Bläsersätzen ein überzeugendes Ganzes bilden." (Jazz Podium, Februar 2012). Dass sie dieser wohlwollenden Kritik gerecht wird beweist die Uni Big Band München ein weiteres Mal in der Unterfahrt mit bewährten alten und neuen Stücken und auch mit einigen neuen Mitgliedern Weitere Informationen

Di. 19.11. 21 Uhr Jazz Méditerranée - Griechenland

Andreas Polyzogopoulos Quartet

Andreas Polyzogopoulos (tp, flh, elektronik), Costis Christodoulou (fender rhodes, synth), Vasilis Stefanopoulos (b, elektonik), Srdjan Ivanovic (dr, samples)

Andreas Polyzogopoulos gehört zu den Shootingstars der griechischen Jazzszene. Der versierte Trompeter ist trotz seines jugendlichen Alters ein reifer Komponist und ausdrucksstarker Improvisator; einige Kooperationen mit namhaften griechischen Jazzmusikern dokumentieren sein Können. Sein erstes Soloalbum, “Perfumed Dreams“, wurde von Kritikern und Publikum gefeiert und zeigt seinen lyrischen und kraftvollen Trompetensound. Heute präsentiert das Andreas Polyzogopoulos Quartet die neue CD: “Heart of the Sun“ – eine Hommage an Pink Floyd, die viel Lob erhalten hat. Das Konzert wird mit der finanziellen Unterstützung des Onassis Cultural Centre Athen durchgeführt. Jazz Méditerranée – eine musikalische Reise ums Mittelmeer findet mit freundlicher Unterstützung der Kulturstiftung der Stadtsparkasse und des Kulturreferats der Landeshauptstadt München statt. Weitere Informationen

Mi. 20.11. 21 Uhr special concert

New Orleans Shakers

Thomas l'Etienne (cl, sax), Jan Hendrik Ehlers (p), Kurt Tomm (b), Thorsten Zwingenberger (dr)

Torsten Zwingenberger beweist mit den "New Orleans Shakers" wieder einmal, dass er in vielen Spielarten des Jazz zuhause ist. Bereits 1977 gründete er mit Thomas l‘Etienne und Kurt Tomm diese Band, bevor er sich nach drei Jahren anderen Projekten zuwandte. Stücke aus dem goldenen Zeitalter des Jazz standen auf dem Programm, die von viel Gefühl und einprägsamer Simplizität geprägt waren. Ein Zufall führte die Band im Jahr 2009 wieder zusammen. Ein bisschen “Verruchtheit“ ist schon dabei, wenn die Band in einem gekonnten Crossover Elemente des alten New Orleans-Jazz und verschiedene Stile aus der Karibik mischt. Torsten Zwingenberger brilliert dabei mit seiner virtuosen Schlagzeugtechnik "Drumming 5.1" für das leicht federnde "Swing-feeling". Für eine New-Orleans-Band ist es eine unübliche Besetzung, statt drei Bläsern gibt es nur einen. Das ist eine besondere Herausforderung an die Virtuosität der Bandmitglieder und Ausdruck ihrer Experimentierfreudigkeit. Ihre Neugierde führt sie zu modernen, zeitgemäßen Interpretationen alter Jazztradition. So wie auch jedes Jahr der Mardi Gras in New Orleans neu erlebt und gelebt wird, so spürt man bei den Konzerten der Shakers ihre mitreißende Lust am Leben und an der Veränderung, die die Zuhörer immer wieder aufs Neue begeistert. Weitere Informationen

Do. 21.11. 21 Uhr Jazz Méditerranée - Israel

Shai Maestro Trio

Shai Maestro (p), Jorge Roeder (b), Ziv Ravitz (dr)

Als besonders spielfreudiger und einfallsreicher Pianist sorgte der in New York lebende Israeli Shai Maestro bereits in der Band des Bassisten Avishai Cohen international für großes Aufsehen. Nach fünf gemeinsamen Jahren auf den großen Bühnen der Welt trat er 2011 mit seinem eigenen Trio ins Rampenlicht und präsentierte sein Debüt-Album beim renommierten französischen Label Laborie Jazz. Shai Maestro, Jahrgang 1987, lernte bereits mit fünf Jahren Klavier, gewann während und nach seinem Studium in Israel mehrere wichtige Preise sowohl für klassisches als auch Jazz-Piano und ging nach seinem Studienabschluss mit einem Stipendium nach New York. Das junge, bereits perfekt eingespielte Trio mit Musikern aus Brooklyns aktueller Jazzszene, seinem Landsmann Ziv Ravitz und dem peruanischen Bassisten Jorge Roeder, bereichert die Tradition des klassischen Jazz-Trios mit vielen eigenen Ideen. Lyrische Themen wechseln mit dynamischen Passagen, die Musik ist kraftvoll, kreativ und einfühlsam. Shai Maestros zweites Album, bei Laborie Jazz Anfang Oktober 2013 erschienen, wird nun in Europa auf einer großen dreiwöchigen Release-Tournee vorgestellt. Eine Station in der Unterfahrt ist obligatorisch. Jazz Méditerranée – eine musikalische Reise ums Mittelmeer findet mit freundlicher Unterstützung der Kulturstiftung der Stadtsparkasse und des Kulturreferats der Landeshauptstadt München statt. Weitere Informationen

Fr. 22.11. 21 Uhr Jazz Méditerranée - Spanien

Albert Vila Quartet

Albert Vila (git), Bram Weijters (p), Hugo Antunes (b), Toon Vandionant (dr)

Nach langjährigen Stationen in Amsterdam, Brüssel und New York lebt Albert Vila seit einiger Zeit wieder in seiner Heimatstadt Barcelona. Hier und darüber hinaus hat er sich sowohl als Gitarrist wie auch als Komponist zu einer nicht zu überhörenden Stimme entwickelt. Seine Kompositionen sind harmonisch reich und in ihrer melodischen Konsequenz absolut vereinnahmend. Vila gelingt der Spagat zwischen kompromisslosem künstlerischen Ausdruck und intensiver Schönheit. Sein Debütkonzert in München nutzt er dazu, seine belgischen Freunde einzuladen – und beweist damit einmal mehr, dass die Sprache des Jazz eine internationale ist. Das Albert Vila Quartet spielt Kompositionen der letzten beiden beim spanischen Label "Fresh Sound" erschienenen Alben "Foreground Music" und "Tactile", über die allaboutjazz schrieb: "Albert Vila manages to sculpt musical creations that speak to the senses and soul, and provide a window into his own unique world." Jazz Méditerranée – eine musikalische Reise ums Mittelmeer findet mit freundlicher Unterstützung der Kulturstiftung der Stadtsparkasse und des Kulturreferats der Landeshauptstadt München statt. Weitere Informationen

Sa. 23.11. 21 Uhr Jazz Méditerranée - Albanien

Elina Duni Quartet

Elina Duni (voc), Colin Vallon (p), Patrice Moret (b), Norbert Pfammatter (dr)

Sehnsüchtige Melodien und temperamentvolle Rhythmen aus dem Balkan treffen auf eine sensible, jazzig-akustische Linienführung. Im Vordergrund steht die wendige und ergreifende Stimme von Elina Duni. Mit ihrem Quartett hat sie ein eigenes, leidenschaftliches Genre erfunden. "Die Albanerin, hier kongenial begleitet vom Trio des Pianisten Colin Vallon, hat die Qualität zu einer im besten Sinne des Wortes Volkssängerin zu werden, zu einer magischen Geschichtenerzählerin. Wie sie die überwiegend traditionellen Stücke aus ihrer Heimatregion interpretiert, ist von einer geradezu aufwühlenden Souveränität. Ein Meisterwerk!" (Volker Doberstein, Jazzpodium, über die bei ECM erschienen CD "Matanë Malit") Jazz Méditerranée – eine musikalische Reise ums Mittelmeer findet mit freundlicher Unterstützung der Kulturstiftung der Stadtsparkasse und des Kulturreferats der Landeshauptstadt München statt. Weitere Informationen

So. 24.11. 19:30 Uhr

ArtSession

"hör mal schau! Zeichnung zwischen hören und sehen" Bilder der Malakademie des Münchner Bildungswerks und anschließende Jam Session mit Claus Koch (ts)

Was kommt dabei heraus, wenn “hören“ mit “schauen“ multipliziert wird? Die Malakademie des Münchner Bildungswerks, genauer: der Zeichenkurs von Anette Bley und Simone Wehmeier hat sich dieses Themas angenommen und die verschiedensten Positionen dazu erarbeitet. Zeichnung zwischen Hören und Sehen: witzig, spritzig oder auch innig kommen die “Produkte“ daher, auf jeden Fall mit erfrischender Spontaneität. Die Künstlerinnen und Künstler des Zeichenkurses scheuen traditionell kein Risiko und befassen sich immer wieder mit den ungewöhnlichsten Fragestellungen und Lokalitäten. Jetzt also Jazz und die Unterfahrt! Dr. Hans-Georg Häusel, Wissenschaftler, Unternehmensberater und Bestsellerautor wird Sie heute dazu auf einen kleinen Exkurs zum Thema Wahrnehmung entführen. Ab 21 Uhr sind wie immer alle Einsteiger auf der offenen Bühne willkommen! Der Eintritt ist frei! Weitere Informationen

Mo. 25.11. 21 Uhr Big Band Night

Earforce

Ulrich Wangenheim, Max Tiller, Ferdinand Settele, Christian Haller, Gregor Bürger (sax), Florian Jechlinger, Reinhard Greiner, James Polivka, Mathias Engl (tp), Roman Sladek, Hans-Heiner Bettinger, Dirk Janoske (tb), Jan Eschke (keys), Jan Zehrfeld (git), Heiko Jung (e-b), Sebastian Lanser (dr)

Earforce, die 17-köpfige Funk/Fusion-Big Band um Arrangeur Gregor Bürger, kommt nach der erfolgreichen CD-Präsentation im letzten Herbst heute Abend wieder in die Unterfahrt: Vorgestellt wird Musik, die Grooveorientierte Styles der letzten drei Dekaden vermischt, mit starken Einflüssen aus Latin- und Brasil-Music wie Songo, Baiao oder Partido Alto. Das Programm, ohne Ausnahme selbstkomponiert und -arrangiert, lässt zwischen markanten Bläsertutti-Teilen und Rhythmus-Vamps ebenso viel Platz für Solofeatures, bei denen sich die einzelnen Bandmitglieder, sämtlich Top-Instrumentalisten der Münchner Szene, gehörig austoben können. Weitere Informationen

Di. 26.11. 21 Uhr Universal release - Highlight

Tigran - Shadow Theater

Tigran (p, voc), Chris Tordini (b), Arthur Hnatek (dr)

Der armenische Pianist Tigran Hamsayan schien von Anfang an von der Idee besessen zu sein, das Spektrum seiner Musik so breit wie nur möglich zu gestalten. Er war erst 19 Jahre alt, als er 2006 den Klavierwettbewerb des renommierten Thelonious Monk Institute of Jazz gewann. Die Jury präsidierte damals ein gewisser Herbie Hancock, "A-ma-zing! Now Tigran, you are my teacher", so Herbie Hancock, der selbst für seine Vielseitigkeit und Experi-mentierlust bekannt ist. Und auf den zweiten und dritten Platz verwies Tigran damals mit Gerald Clayton und Aaron Parks zwei Kollegen, die heute ebenfalls zur Elite der zeitgenössischen Jazzpianisten zählen. Bislang brachte Tigran drei Alben heraus, die uns sein weites Spektrum von armenischer Volksmusik über moderne Klassik bis zu zeitgenössischem Jazz näherbrachten. Nun erschien die vierte Aufnahme. Auf "Shadow Theater" lädt Tigran den Hörer ein, ihm in eine imaginäre, traumhafte Welt zu folgen, die von den phantastischen Werken Tim Burtons ebenso beeinflusst ist wie vom Schatten¬theater, nach dem der Pianist sein Album betitelte. Die Kunst des Schattentheaters scheint auf den ersten Blick recht simpel: Hinter einer beleuchteten Fläche werden die nur als Silhouetten zu sehenden Spielfiguren zum Leben erweckt. "Es ist eine kleine, falsche Welt", meint Tigran, "aber eine Welt, die durch diese Vortäuschung etwas Wahres erzählt." Auch die Musik dieses neuen Albums scheint, oberflächlich betrachtet, recht einfach zu sein. Aber tatsächlich wird sie von Dutzenden von inspirierenden Figuren bevölkert, die im Kopf des Pianisten herumspuken: Figuren wie der HipHop-DJ und Rapper Madlib, die Ambient-Rocker von Sigur Rós oder der Minimal Music-Komponist Steve Reich. Tigran fusioniert hier voller Leidenschaft atmosphärische Punk-Jazz-Improvisationen mit der reichen Folklore seines Vaterlandes Armenien und elektronischer Musik. Weitere Informationen

Mi. 27.11. 21 Uhr Guitar Highlight - CD-Präsentation: About Birds And Bees

Helmut Kagerer Solo plus special guest Andreas Dombert

Helmut Kagerer (git), Andreas Dombert (git).

"Helmut Kagerers Opus ’About Birds And Bees’, das ganz ohne Netz und doppeltem Boden ’nur’ das bietet, was er auch live zu leisten im Stande ist, muss man zu den beeindruckendsten Solo-Alben der Gegenwart zählen." So schwärmt nicht nur Marcus Woelfle vom Bayerischen Rundfunk über die neue CD des herausragenden deutschen Gitarristen Helmut Kagerer. Sein BR-Kollege Roland Spiegel ergänzt: “Was würde manch anderer für einen Wind machen, wenn er so viel könnte wie dieser Gitarrist! Er macht ihn nicht, dafür aber umso mehr Musik. Für die ist es ein Glück - und für die Hörer auch.” Seit über 20 Jahren steht Helmut Kagerers Name für Jazzgitarre von internationalem Spitzenrang. Für sein exklusives Solo-Konzert hat sich Kagerer etwas Besonderes einfallen lassen: Neben Stücken aus seiner aktuellen CD, wird er heute abend auch im Duo mit dem Gitarristen Andreas Dombert zu hören sein. Die beiden verbindet eine langjährige musikalische Freundschaft. In den vergangenen Jahren waren sie unter anderem mit den Jazzgitarrenstars Larry Coryell und Philip Catherine unterwegs. Mit einem geradezu blinden Verständnis füreinander bewegen sie sich auf einem Boden, der von einem Herb Ellis, Wes Montgomery, Grant Green oder Jim Hall vorbereitet wurde. Ihr Spiel lebt vom gegenseitigen Respekt für den anderen und strahlt eine große Wärme und Liebe für musikalische Details aus. Auf ihren Gibson-Gitarren swingen sie unaufgeregt und souverän ohne Mätzchen und technische Spielereien. Ein Jazzgitarrenabend vom Allerfeinsten ist garantiert. Weitere Informationen

Do. 28.11. 21 Uhr ACT: Jazz Night - Posting Joe - Celebrating Weather Report

radio.string.quartet.vienna

Bernie Mallinger, Igmar Jenner (violin), Cynthia Liao (viola), Asja Valcic (cello)

"Dem Sound des radio.string.quartet.vienna kann man sich nicht entziehen. Das Quartett besticht durch Experimentierfreudigkeit und sprengt alle Genregrenzen." (Kulturzeit, 3sat) Gemeinsam bilden Bernie Mallinger, Igmar Jenner, Cynthia Liao und Asja Valcic eines der innovativsten und eigenständigsten Streichquartette der Gegenwart. Neue Musik? Moderne Klassik? Jazz? In keine dieser Kategorien will das radio.string.quartet.vienna wirklich passen. Kraftvoll, groovend, virtuos, mit einer schier unendlichen Palette akustischer und elektronisch bearbeiteter Sounds, ob bei Eigenkompositionen, Bearbeitungen der Musik von Landsmann Joe Zawinul oder der des legendären Mahavishnu Orchestra – so klingt kein zweites Streichquartett auf der Welt. Neue Wiener Streicherschule at its best: Zawinul-Klassiker akustisch, atemberaubend, anders! Weitere Informationen

Fr. 29.11. 21 Uhr ECM artists in concert

Third Reel

Nicolas Masson (sax), Roberto Pianca (git), Emanuele Maniscalco (dr)

Der Italo-Schweizer Nicolas Masson und seine italienischen Partner Roberto Pianca und Emanuele Maniscalco sind engagierte Improvisatoren und gleichzeitig alle begabte Komponisten. Wobei jeder einzelne eine klar erkennbare eigene Handschrift besitzt. Die daraus resultierenden Kontraste und das allen gemeinsame feine Gespür für Raum geben der Gruppe ihre klangliche Identität. "Oft umspielen wir die wunderbaren Melodien, die uns Emanuele vorlegt", umschreibt Masson die verschiedenen Arbeitsweisen. "In Robertos Stücken geht es häufig um die Sondierung von Akkordfarben, und meine eigenen Kompositionen neigen dazu, kontrapunktisch zu sein." In seiner ungewöhnlichen Besetzung mit Saxophon, Gitarre und Schlagzeug erinnert Third Reel natürlich – wenn auch nur sehr entfernt – an ein anderes Trio, das mit seinen Aufnahmen bei ECM für Furore sorgte: jenes von Paul Motian mit Bill Frisell und Joe Lovano. "There’s fire and ice in the improvised music of Third Reel [...] The trio of reeds, guitar and drums create soundscapes ranging from the ethereal to the explosive, but with an overall sense of musical unity." (John Watson, JazzCamera.co.uk) Weitere Informationen

Sa. 30.11. 21 Uhr

MELT TRIO – Meyer/Baumgärtner/Meyer

Peter Meyer (git), Bernhard Meyer (b), Moritz Baumgärtner (dr)

"Diese Musik ist provokant, fordernd, besitzt Tiefgang und Ausdrucksdichte. Sie ist mal kantig, unbequem und unkonventionell, aber dennoch von schmeichelnder und verführerischer Kraft und Schönheit." So urteilte das JazzPodium über die Musik der jungen Berliner Band. "Eines der verblüffendsten Gitarren-Trios innerhalb der aktuellen Jazz-Szene" (RONDO), das auf seinem Debüt "Melt" gleichermaßen Laien wie Fachwelt überraschte; mit einem Sound der sich kühn und doch voller Demut nicht nur über alle gängigen Vorstellungen von Jazz-Improvisation, Alternative Rock, Ambient und in Klang übersetzte Naturerfahrung hinwegsetzte, sondern selbst alle bekannten Synthesen, Avantgardismen und Überlappungen übertraf. Und da der Albumtitel die Programmatik des Trios kongenial beschreibt, wurde aus Meyer-Baumgärtner-Meyer kurzerhand das Melt Trio. Mit "Hymnolia" erscheint nun ihr zweites Album: eine Gloriole hymnischen Flimmerns, eine durchlässige Wolke aus Klanglicht. Die Stücke entrollen einzigartige psychoakustische Landschaften, in denen man sich zu verlieren sehnt, aus denen man nie wieder herausfinden will. Die Melodien sind von einer derart bezwingenden Schönheit, dass sie wieder und wieder gehört werden wollen. Einmal mehr kann man sich als Hörer leicht in das nahezu hypnotische Staunen hineinversetzen, das die drei Musiker bei der Schöpfung dieser Musik überkommen haben mag. Nachdem die einzelnen Bandmitglieder bereits mit Künstlern wie Eric Schäfer, Claudio Puntin oder dem Lisbeth Quartett in der Unterfahrt waren, gelegentlich auch mit internationalen Stars wie John Hollenbeck oder Kurt Rosenwinkel zu hören sind, kann man sie an diesem Abend gemeinsam mit ihrem Herzensprojekt live erleben. Weitere Informationen

Seitenanfang