Deutsch

Jazzclub UNTERFAHRT
Einsteinstraße 42
81675 München
Club: +49 (0)89 448 27 94

Öffnungszeiten Mo. bis So.: 19.30 bis 1.00 Uhr
Konzertbeginn: 21.00 Uhr
U-Bahn Max-Weber-Platz (U4/U5)

Okt 2017 | Dez 2017

Programm November 2017

01 | 02 | 03 | 04 | 05 | 06 | 07 | 08 | 09 | 10 | 11 | 12 | 13 | 14 | 15 | 16 | 17 | 18 | 19 | 20 | 21 | 22 | 23 | 24 | 25 | 26 | 27 | 28 | 29 | 30 |
Monatsprogramm | Heutiges Konzert

Mi. 01.11. 21 Uhr

Kneebody

Ben Wendel (sax), Adam Benjamin (keys), Kaveh Rastegar (eb), Shane Endsley (tp), Nate Wood (dr)

Kneebodys Sound ist geprägt vom Zusammenfluss verschiedenster Genres und Stile. Kammermusikalische Einflüsse auf höchstem Niveau, gepaart mit explosiver, rockiger Energie, Elemente von elektronischer Musik und Hip Hop geben sich hier die Hand. Fein ausgearbeitete Kompositionen schließen sich dabei mit abenteuerlicher und kompromissloser Improvisation zusammen. Da es keinen Bandleader im klassischen Sinne gibt, bzw. jedes Mitglied die „Bandleitung“ übernimmt, haben die fünf Musiker ihre eigene musikalische Sprache entwickelt. Sie erfanden ein einzigartiges „Einsatzsystem“, das es ihnen ermöglicht, in ihrem Zusammenspiel Tempo, Tonart, Stil und vieles mehr im Handumdrehen zu wechseln. Die intensiven akustischen Landschaften, die die Band bei ihren Auftritten zeichnet, erinnern an den Alternative-Rock von ‘Radiohead’. Der rhythmische Überschwang an Live-Shows von ‘Squarepusher’ oder ‘Queens of the Stone Age’. Für ihr Album ‘12 Songs of Charles Ives’, welches sie in Zusammenarbeit mit dem Jazz-Sänger Theo Bleckmann aufnahmen, erhielten sie eine GRAMMY-Nominierung in der Kategorie ‘Bestes klassisches Crossover-Album’. Weitere Informationen

Do. 02.11. 21 Uhr CD Präsentation

Jens Düppe – Dancing Beauty

Frederik Köster (tp), Lars Duppler (p), Martin Gjakonowski (b), Jens Düppe (dr)

Musik bedeutet Freiheit! „[...] befreien wir uns von dem Zwang, das Beste aussuchen zu wollen. Damit sind unsere Möglichkeiten unbegrenzt, alles wird interessant.“ – John Cage. Er war musikalischer Revolutionär, Genie, Freigeist und Meister seiner Kunst. Cage hat mit seinen Leitideen und Musik-philosophischen Denkansätzen die Musikwelt maßgeblich verändert. Es waren vor allem diese philosophischen Statements, die Cage zu seiner eigenen Musik formulierte, welche den Kölner Jens Düppe in seinen Bann zogen. Dieser hat sich neun Aussagen des Jahrhundertmusikers angenommen und sie als Grundlage für einen kreativen Entstehungsprozess benutzt. Wohl ganz im Sinne von Cage hat sich der Schlagzeuger frei von Genregrenzen und musikalischen Schranken von diesen Zitaten leiten lassen. Besonders zeigt sich das Potential dieser Idee durch die Umsetzung Düppes in dem Song ‘Dancing Plastic Bag’: ein drei minütiges Stück Musik, gespielt nur mit Hilfe von zwei Plastiktüten. Sein dazugehöriges neues Album ‘Dancing Beauty’, das am 22. September 2017 erschien, hat Jens Düppe bei seinem Auftritt in der Unterfahrt im Gepäck. Weitere Informationen

Fr. 03.11. 21 Uhr

Marquis Hill Blacktet

Marquis Hill (tp), Josh Johnson (sax), Jeremiah Hunt (b), Joel Ross (vib), Makaya McCraven (dr)

Chicago war lange Zeit die größte Wiege des Jazz. Seitdem Pioniere wie Louis Armstrong, Jelly Roll Morton und King Oliver 1917 dort den Samen dieser Musik gepflanzt haben, hat die „Windy City“ zahlreiche Jazz-Titanen verschiedenster stilistischer Richtungen hervorgebracht: Anhänger des Swing, so wie Benny Goodman und Bud Freedman, aber auch Modernisten wie Muhal Richard Abrams oder Herbie Hancock. Ein weiteres Jazz-Talent Chicagos ist der 30-jährige Marquis Hill. Durch den Gewinn der ‘Thelonious Trumpet Competition’ im Jahr 2014 steigerte Hill seinen Bekanntheitsgrad deutlich. Dotiert war der Preis u. a. mit einem Plattenvertrag bei Concord Records. Das Ergebnis daraus ist sein aktuelles Album ‘The Way We Play’, auf dem er gemeinsam mit seinem langjährigen Ensemble, dem ‘Blacktet’, eine Handvoll Jazz-Standards aufarbeitet. Er greift dabei neben Klassikern wie Hancock’s ‘Maiden Voyage’ und Monk’s ‘Straight No Chaser’ auch Raritäten wie Carmell Jones ‘Beep Durple’ und Donald Byrds ‘Fly Little Bird Fly’ wieder auf. Hills empathisch-moderner und groove-zentrierter Ansatz positioniert das Repertoire auf ‘The Way We Play’ musikalisch im Hier und Jetzt. Weitere Informationen

Sa. 04.11. 21 Uhr The Norway of Jazz No° 96

Silje Nergaard

CD Präsentation: ‘For you a thousand times’ (SONY)

Silje Nergaard (voc), Audun Erlien (b), Andreas Ulvo (p), Wetle Holte (dr)

Ausverkauft. Nächstes Konzert am 8. März 2018.
Tickets bestellen für 8.3. 2018

Die Norwegerin mit der sanften Stimme ist für ihren gefühlvollen Perfektionismus bekannt und dafür, dass sie sich in ihren Liedern auch ernsthafte Gedanken zum Leben in unserer Welt macht. Für ihr neuestes Werk hat sie unter dem Titel ‘For You A Thousand Times’ Lieder geschrieben, deren mitreißende Texte und Melodien von vergangenen Begegnungen und der Kraft der Erinnerung inspiriert wurden. „Ich habe Bilder davon gesehen, wie sich Familien aus Nord- und Südkorea nach Jahrzehnten der Trennung wieder getroffen haben. Alle haben vor Freude geweint und waren von Glück erfüllt [...]. Daraus ist der Song ‘For You a Thousand Times’ entstanden”, erinnert sich Nergaard an den Schlüsselmoment der Entstehung ihres bisher persönlichsten Albums. Einen der intimsten Momente verarbeitet sie in ‘Hush Little Bird’, einem Schlaflied für ihren kleinen Adoptivsohn Jonah, der vor dem Einschlafen in seiner Herkunftssprache brabbelt. Die leichte Sommerballade ‘Cocco Bello’ komponierte sie um die Erinnerung an den Werbegesang eines afrikanischen Kokosnusshändlers am Strand von Sizilien. Ihre neue CD ist voll solcher Geschichten: Über unsichtbare Verbindungen, Sehnsucht und Liebe. Weitere Informationen

So. 05.11. 21 Uhr

Jam Session mit Andrea Hermenau (voc, p)

Die feinfühlige Münchner Pianistin und Sängerin Andrea Hermenau, die gegenwärtig als Mitglied der Band "Die Drei Damen" (Enja) auf sich aufmerksam macht, "gehört zu jenem neuen deutschen Fräuleinwunder, das derzeit die Männerbastion Jazz schleift. Es kommt hier zusammen, was sich in Jahren verdichtet hat: das harmonisch versierte, melodisch getragene Klavierspiel; der immer mehr auf das Wesentliche konzentrierte, sehr weiche und schöne Gesang; und schließlich das staunenswert rhythmische Gefühl der einst auch als Perkussionistin auftretenden Andrea Hermenau." (SZ). Nach ihrem Jazzklavier- und Gesangsstudium in München studierte sie Komposition bei Thomas Zoller in Dresden. Die während ihres Kompositionsstudiums entstandenen Stücke spielte Hermenau zusammen mit ihrem Quartett ein und veröffentlichte diese auf der CD ‘Die Nachtpracht’ bei dem schweizer Label UNIT-Records. Sie spielte u.a. bereits mit Heinz von Hermann, Johannes Enders, Dusko Gojkovic, Thomas Stabenow, Harald Rüschenbaum, bei der Band Etna u. v. m. Andrea Hermenau freut sich bei der heutigen Session auf altbekannte aber auch neue Musizierende auf der Bühne und zahlreiche interessierte Zuhörer. Weitere Informationen

Mo. 06.11. 21 Uhr Big Band Night

Munich Uptown Jazz Orchestra

Eine Big Band zum Klingen zu bringen ist für nahezu jeden Jazzmusiker, als ginge ein lang gehegter Wunschtraum in Erfüllung. Es verlangt aber neben Visionen und Teamgeist auch eine gehörige Portion Mut. Dass sich das Uptown Jazz Orchestra um Leader und Trompetensolist Franz Weyerer in den vergangenen Jahren nicht nur in der Landeshauptstadt, sondern im gesamten süddeutschen Raum zu einer außergewöhnlichen Großformation gemausert hat, spricht ohne Zweifel für die Qualität der beteiligten Musiker. Die Band verleiht jedem Song durch präzise Bläsertutti, virtuose Soli und farbenreiche Arrangements ein groovendes, unverwechselbares Gesicht. Weitere Informationen

Di. 07.11. 21 Uhr

Fred Hersch Trio

Fred Hersch (p), John Hébert (b), Jeff Ballard (dr)

Fred Hersch, ein Poet des Jazz Pianos, kehrt nach seinem Unterfahrt-Debüt im letzten Jahr zurück. Vor einigen Jahren war in der 'New York Times' von einer neuen Jazz-Bewegung zu lesen - von einer Welle hochexpressiver Musik, die Emotion wichtiger nimmt als technische Perfektion und Virtuosität, und die auch gegenüber anderen Traditionen wie Klassik oder Folk offen ist. Als Vertreter nannte man junge Pianisten wie Brad Mehldau oder Ethan Iverson - und als stillen Innovator Fred Hersch, bei dem beide einst studierten. Herschs Musik kombiniert Eleganz und Feuer, Intimität und Intensität, basiert auf Jazz wie klassischen Musiktraditionen und passiert stets kreativ und aus dem Moment heraus. Seine Trio-Aufnahmen aus dem legendären New Yorker 'Village Vanguard' wurden mit denen Bill Evans mit Scott LaFaro und Paul Motian verglichen. Weitere Informationen

Mi. 08.11. 21 Uhr

Vincent Peirani / Emile Parisien

Vincent Peirani (acc), Emile Parisien (sax)

Man darf den Albumtitel ‚Belle Époque‘ des Duos Vincent Peirani & Emile Parisien am Ende mehrdeutig verstehen: Als Beschwörung der großen Zeit, in der jene Musiktradition begann, in der Vincent Peirani als Akkordeonist und Parisien mit seinem Saxophon stehen. Aber auch als Ausblick auf die gerade angebrochene, so viel versprechende Epoche, für die diese beiden noch viel mehr stehen: In der die Jazzmusik alte Grenzen überwindet, um nach Freiheit und Schönheit zu streben. Dass dies gelungen ist, beweisen begeisterte Pressereaktionen – Fono Forum nennt Peirani „ein Jahrhunderttalent“ und 3sat Kulturzeit bemerkt: „Bei den beiden klingt Jazz geschmeidig und unfassbar spielerisch.“ Und auch die prominenten Auszeichnungen reißen nicht ab: Ihr Duo-Album ‚Belle Époque‘ wurde mit dem ECHO Jazz 2014 ausgezeichnet, für beide Künstler folgten 2015 erneut ECHO Jazz Trophäen und jüngst der ‚Victoires du Jazz‘ (Ableger des wichtigsten französischen Musikpreises ‚Victoires de la musique‘) als Künstler des Jahres 2015 für Vincent Peirani. Ein rasanter Aufstieg - und wer sie live gesehen hat, weiß auch warum. Weitere Informationen

Do. 09.11. 21 Uhr

Allison Miller’s BOOM TIC BOOM

Kirk Knuffke (cornet), Ben Goldberg (cl), Charles Burnham (viol), Myra Melford (p), Tommy Andersson (b), Allison Miller (dr)

Lauscht man dem Spiel der Schlagzeugerin und Komponistin Allison Miller, merkt man ihrer Musik unmittelbar an, mit wieviel Freude und Leidenschaft sie bei der Sache ist. Das Gefühl für Lebhaftigkeit und Schwung, mit dem sie als Bandleaderin am Schlagzeug ihre Kollegen antreibt, überträgt sich von der Bühne direkt auf das Publikum. Auch das aktuelle Album ihrer Band ‘Boom Tic Boom’ vermittelt dieses starke Gefühl der Ausgelassenheit und Spielfreude. Die zehn Songs der Platte ‘Otis was a Polar Bear’ arrangierte Miller dabei auf eine Art, dass ihre Band mehr wie ein Orchester klingt, ja fast sogar wie ein Zirkus aus verschiedenen Klängen und Tonkombinationen. Jeder Song ist geschrieben als eine winzige zusammenhängende Suite, in der die Stimmen vorwärts hüpfen, wieder zusammenfinden, gänzlich wegfallen und schlussendlich wieder zurück in eine gemeinsame Konversation springen. Das Ergebnis dabei ist Musik, die aus zwei Gründen ganz und gar außergewöhnlich ist: Nicht nur, dass sie dem Jazz-Stereotyp von MELODIE – SOLOS – MELODIE zuwiderläuft. Erzeugt wird sie darüber hinaus von einer Band, die mit ihrer Besetzung aus Schlagzeug, Klarinette, Kornett, Geige und Piano aus dem Rahmen fällt. Weitere Informationen

Fr. 10.11. 20:00 Uhr BR-Klassik Mitschnitt

Junger Münchner Jazzpreis 2017

TheBassTubation: Ole Heiland (tuba, p, acc, synth, voc), Daniel Albrecht (tp, flh), Johannes Weyrich (g), Jan Otto Heiland (b), Maximilian Appel (dr)
Nastja Volokitina & Sammy Lukas: Nastja Volokitina (voc), Sammy Lukas (p)
Fynn Großmann Quintett: Fynn Großmann (as, oboe, comp), Phillip Dornbusch (ts, fl), Marko Djurdjevic (p), Clara Däubler (b), Johannes Metzger (dr)

Bereits zum fünften Mal wird der Junge Münchner Jazzpreis im Jazzclub Unterfahrt vergeben. Unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Dieter Reiter und ausgewählt von einer hochkarätigen Fachjury stehen heute erneut drei vielversprechende Nachwuchsbands im Finale.
TheBassTubation
‘TheBassTubation’ entstand als ungewöhnlich besetztes Trio mit Tuba, Bass und Schlagzeug. Heute spielt die junge Band moderne Kompositionen zum Mitdenken und Mitfühlen - ergänzt um Trompete, Gitarre und einige weitere Instrumente. Dabei verzichten die fünf Musiker auf Standardjazz und spielen fast ausschließlich Eigenkompositionen. Komplexität, Klangfarbe und Stil variieren zwischen ausarrangiertem Jazz und Tuba-Funk. Der Einsatz diverser Stilmittel (Clubjazz, Rock, Latin, Klassik) und die wechselnde Instrumentierung mit Akkordeon, Flügelhorn und Piano verhalfen der Band 2013 zum Stipendium des Darmstädter Musikpreises, mit dem sie ihr erstes Album finanzierten. Der Stil des Ensembles wurde von der Jury des diesjährigen Burghauser Nachwuchs-Jazzpreises so zusammengefasst: „Hier verschmelzen Ideen, Herzblut und instrumentale Meisterschaft zu einem großen Ganzen.“
Nastja Volokitina & Sammy Lukas
Das Duo präsentiert moderne Eigenkompositionen und Bearbeitungen alter traditioneller Volksmusik (u.a. aus der Ukraine, Russland und Aserbaidschan), die sich mit rhythmischen und harmonisch-komplexen Jazz- und Weltmusik-orientierten Kompositionen und Improvisationen vermischen und so zu faszinierenden Klangfarben und Soundscapes verschmelzen. Diese Musik ist u.a. auch inspiriert von klassischen Komponisten wie Rimsky Korsakov, Igor Stravinsky und Michail Prokofiev. In den Arrangements verwenden die Musiker unterschiedliche elektronisch gesteuerte (Loopstation-) Effekte und Percussion-Sounds. Lyrische Melodien und Volokitinas eigene, traditionelle Texte greifen kongenial ineinander. Beflügelnde Musik, schwerelos und voller Gefühl, emotional, mystisch, virtuos und voller improvisatorischer Kühnheit.
Fynn Großmann Quintett
Das Fynn Großmann Quintett ist eine Modern-Jazz-Band, die ihre eigenen Kompositionen präsentiert. Mit Zwei Holzbläsern, Klavier, Kontrabass und Schlagzeug ist ihr Sound sehr vielschichtig und facettenreich. Experimentelle Passagen gehören ebenso zum Konzept wie auskomponierte Teile, Jazz-Tradition und -Improvisation. Das Energetische Spektrum reicht vom Beinahe-Stillstand bis zur fulminanten Explosion. Es entsteht eine Musik, die klar dem Jazz zuzuordnen ist, aber auch durch klassische europäische Einflüsse geprägt ist. Der Einsatz der im Jazz nicht allgegenwärtigen Oboe ist ein besonderes Merkmal der Musik des FGQ. In ihren Stücken beschreiben die fünf Bandmitglieder musikalische Bilder eigener Lebenserfahrungen wie beispielsweise Fallschirmspringen, frühes Aufstehen oder Freunde anrufen.
Einlass ab 19 Uhr. Weitere Informationen

Sa. 11.11. 21 Uhr ECM artists in concert

Tim Berne Snakeoil

Tim Berne (as), Oscar Noriega (cl), Matt Mitchell (p), Ches Smith (dr)

Tim Berne ist von der New York Times als „ein Saxophonist und Komponist von granitharter Überzeugung” beschrieben worden. ‘Incidentals’, das vierte Album seiner temperamentvollen Band Snakeoil, ist zugleich das zweite (nach ‘You’ve Been Watching Me’ aus 2015) in jener Quintettbesetzung, bei der seine Kerngruppe – Klarinettist Oscar Noriega, Pianist Matt Mitchell und Schlagzeuger/Vibraphonist Ches Smith – um den Gitarristen Ryan Ferreira erweitert wird. Die Musik ist in typischer Berne-Manier mit Action vollgepackt: kraftvoll, dynamisch, häufig in schneller Bewegung, und dabei sehr klar in den Details. „Irgendwie haben wir es geschafft, mehr klanglichen Raum zu gewinnen, indem wir einen weiteren Mitspieler dazu genommen haben“, stellt der Bandleader mit einer gewissen Verwunderung fest. Dieser Eindruck bleibt sogar dann bestehen, wenn Produzent David Torn seine Gitarre für einen Cameo-Auftritt am Höhepunkt des bescheiden betitelten ‘Sideshow’ (in Wahrheit eine epische 26-Minuten-Reise) in die Hand nimmt, um zwischen donnernden Timpani über eine gewundene, von Saxophon und Klarinette vorgezeichnete Melodie zu solieren. ‘Incidentals’ erscheint rechtzeitig für eine Snakeoil-Tournee durch Nordamerika im September und Oktober, auf die im November Konzerte in Europa folgen. Weitere Informationen

So. 12.11. 21 Uhr

Jam Session mit Andrea Hermenau (voc, p)

Die feinfühlige Münchner Pianistin und Sängerin Andrea Hermenau, die gegenwärtig als Mitglied der Band "Die Drei Damen" (Enja) auf sich aufmerksam macht, "gehört zu jenem neuen deutschen Fräuleinwunder, das derzeit die Männerbastion Jazz schleift. Es kommt hier zusammen, was sich in Jahren verdichtet hat: das harmonisch versierte, melodisch getragene Klavierspiel; der immer mehr auf das Wesentliche konzentrierte, sehr weiche und schöne Gesang; und schließlich das staunenswert rhythmische Gefühl der einst auch als Perkussionistin auftretenden Andrea Hermenau." (SZ). Nach ihrem Jazzklavier- und Gesangsstudium in München studierte sie Komposition bei Thomas Zoller in Dresden. Die während ihres Kompositionsstudiums entstandenen Stücke spielte Hermenau zusammen mit ihrem Quartett ein und veröffentlichte diese auf der CD ‘Die Nachtpracht’ bei dem schweizer Label UNIT-Records. Sie spielte u.a. bereits mit Heinz von Hermann, Johannes Enders, Dusko Gojkovic, Thomas Stabenow, Harald Rüschenbaum, bei der Band Etna u. v. m. Andrea Hermenau freut sich bei der heutigen Session auf altbekannte aber auch neue Musizierende auf der Bühne und zahlreiche interessierte Zuhörer. Weitere Informationen

Mo. 13.11. 21 Uhr Big Band Night

Christian Elsässer Jazz Orchestra

Veronika Zunhammer (voc), Ulrich Wangenheim, Ferdinand Settele, Till Martin, Matthieu Bordenave, Gregor Bürger (sax), Johannes Schneider, Felix Jechlinger, Andreas Unterreiner, Johannes Herrlich, Lukas Jochner, Roman Sladek, Hans Heiner Bettinger (tb), Paul Brändle (git), Chris Gall (p), Henning Sieverts (b), Julian Fau (dr), Christian Elsässer (comp,leader)

"Er lässt immer wieder Luft unter seine musikalischen Flügel, die Musik wird davon getragen, Licht durchflutet seine Kompositionen. Leicht, frei, wild und ungezügelt klingen sie dann." (Ulrich Habersetzer, Bayerischer Rundfunk). Für dieses Großprojekt hat der ECHO-prämierte Komponist und Pianist Christian Elsässer eine handverlesene Band zusammengestellt, die sowohl durch ihre herausragenden Solisten wie auch durch ihr ausdrucksstarkes Ensemblespiel glänzt. Angelehnt an klassische sinfonische Ästhetik schöpft Elsässer den Klangfarbenreichtum des Ensembles komplett aus und entführt den Zuhörer in eine Welt jenseits der Konventionen des herkömmlichen Big Band-Jazz. Christian Elsässer arbeitete mit internationalen Größen wie Dee Dee Bridgewater, Kurt Elling, Mike Stern, Vince Mendoza, Klaus Doldinger und John Abercrombie. Zu seinen regelmäßigen Auftraggebern gehören die renommiertesten Klangkörper der Szene wie die Rundfunk Big Bands des WDR und HR, das Metropole Orchestra, das Münchner Rundfunk Orchester sowie die NDR Big Band, mit der er sein neues Album "Flying in Circles" eingespielt hat. 2016 wurde das Christian Elsässer Jazz Orchestra mit dem Bayerischen Kunstförderpreis geehrt. Weitere Informationen

Di. 14.11. 21 Uhr

ABRAHAM INC. feat. David Krakauer, Fred Wesley & SoCALLED

Funk meets Klezmer

David Krakauer (cl,voc), Fred Wesley (tb), Joshua Dolgin (SoCALLED) (sampler,acc,p), Taron Benson (rapper), Gary Winters (tp), Brandon Wright (ts), Sheryl Bailey (g), Allen Watsky (g), Jerome Harris (el-b), Michael Sarin (dr)

Abraham Inc., das ist eine noch nie da gewesene Kollaboration dreier kultureller Visionäre: David Krakauer, Meister der Klezmer-Musik und Weltklasseklarinettist, der legendäre Funkposaunist und Arrangeur Fred Wesley, gefeiert für seine Arbeit mit James Brown sowie George Clinton und Hip-Hop-Überläufer SoCALLED. In dieser Besetzung läuten Abraham Inc. eine Zeit ein, in der Grenzen verschwimmen, gegenseitiger Respekt vorausgesetzt wird und musikalische Traditionen mit voller Kraft einschlagen können, ohne Einschränkungen und Zugeständnisse. Unterstützt von einer dreiteiligen Hornsection, angeführt von Fred Wesley, und im Zusammenspiel mit Musikern, die oft mit Krakauer und SoCALLED zusammenarbeiten, feiern Abraham Inc. an diesem Abend eine Klezmer-Funk-Danceparty in der Unterfahrt! Weitere Informationen

Mi. 15.11. 21 Uhr

The Rick Hollander Quartet

featuring Brian Levy

Brian Levy (ts), Paul Brändle (g), Will Woodard (b), Rick Hollander (dr)

Rick Hollander gehört zu den Schlagzeugern, die ihre Band auf sanfte Weise führen. Sein Spiel ist erhaben, oft unauffällig und reich an formalen Details. Er leitet nicht mit Kommandos, sondern indem er Richtungen und Strukturen aufzeigt, die das Zusammenspiel in der Gruppe anregen. Der aus Detroit stammende und seit 25 Jahren in München lebende Hollander präsentiert auf seinem aktuellen Album ‘On the Up and Up’ eine ausbalancierte und ausgereifte Arbeit. Obwohl sich seine Musik zahlreicher Tempo-Variationen und einer Vielzahl an Rhythmen bedient, geht es auf dieser Platte nicht um Abstraktion – die Musik ist ursprünglich und tief in der Jazz-Tradition verwurzelt. Ihre Energie ist dabei komplett auf die tiefe Wertschätzung für Melodie fokussiert. Dieses Album, angereichert mit anhaltender Kraft und Emotion des Saxophinisten Brian Levy, mit detailliert ausgearbeiteter Filigranarbeit von Gitarrist Paul Brändle und mit lebhaftem Groove von Bassist Will Woodard, beweist, dass das Rick Hollander Quartet featuring Brian Levy wahrhaft ‘On the Up and Up’ ist. Weitere Informationen

Do. 16.11. 21 Uhr

Camila Meza

Camila Meza (g,voc), Gadi Lehavi (p), Noam Wiesenberg (b), Guilhem Flouzat (dr)

Sängerin, Gitarristin und Komponistin Camila Meza ist eine Rarität, ein glorreiches Triptyk einer Künstlerin. Sie besitzt eine Gabe für das Komponieren brillianter musikalischer Landschaften, eine fesselnde, gefühlvolle, klare Stimme und ein vollendetes Können an der Gitarre, leuchtend vor unwiderstehlichen Melodien und Improvisationen. Die junge Musikerin, ursprünglich aus Santiago, Chile, erntete die Aufmerksamkeit ihrer begeisterten Kollegen, Zuhörer und der Presse in Südamerika, New York City sowie auch international für ihr charakteristisches Talent, Jazz mit ihrer breiten musikalischen Welt aus Latin American, Brazilian, Folk und Pop zu vermischen. Von Kollegen mit auf die Bühne und ins Studio geholt zu werden ist und bleibt eine der wahrhaftigsten Herausforderungen, die ein New Yorker Jazzmusiker meistern muss und die Camila bereits mit Bravour bestanden hat: Als gefragte Sidewoman arbeitet sie mit Ryan Keberle, Fabian Almazan, Aaron Goldberg, Sachal Vasandani und vielen weiteren. Ihr aktuelles Album ‚Traces‘ featured Künstler wie Shai Maestro, Matt Penman und Kendrick Scott. Weitere Informationen

Fr. 17.11. 21 Uhr Polnische Jazztage 2017

Adam Pierończyk Trio

Monte Albán

Adam Pierończyk (ts, ss, electronics), Zbigniew Chojnacki (acc, electronics), John B. Arnold (dr)

Adam Pierończyk ist einer der führenden polnischen Jazzmusiker, Saxophonist und Bandleader, bekannt für seine aufregenden Ideen und für seine außergewöhnliche Kreativität. Er gilt als einer der größten Innovatoren im polnischen Jazz und tritt regelmäßig in der ganzen Welt auf. Im Jahr 2015 wurde er zum 11. Mal ‚Bester Sopransaxophonist‘ in einer Umfrage des Jazz Forum Magazins. Den wichtigsten polnischen Musikpreis ‚Fryderyk‘ gewann er bereits zweimal, einmal in der Kategorie ‚Jazzmusiker des Jahres‘ und einmal für das ‚Album des Jahres‘. Seine aktuelle CD ‚Monte Albán‘ wurde 2016 in Mexiko City aufgenommen und ist sein 20. Jubiläumsalbum. Es wurde von Kritikern in Polen und auf der ganzen Welt hoch gelobt und erhielt darüber hinaus ebenso eine Nominierung für den Fryderyk Award 2017. Sein – laut der Website ‚All About Jazz‘ – bisher herausragendstes Werk wird er zusammen mit seiner Band am heutigen Abend in der Unterfahrt vorstellen. Weitere Informationen

Sa. 18.11. 21 Uhr

Deva Mahal

Deva Mahal (voc), Ashton Sellars (g), Benjamin Thiebault (keys), Pat Stewart (b), Alex Brajkovic (dr)

Deva Mahal ist die Tochter des legendären Bluesmusikers Taj Mahal und ein Kraftwerk an Kompositions- und Gesangskunst. Zusammen mit ihrem Vater schrieb sie den Song ‚Never Let You Go‘ für dessen Grammy nominiertes Album ‚Maestro‘. Devas ganz spezielle Art von Soul umfasst ihre Blueswurzeln zusammen mit einem Einfluss an Gospelgesang, Funk-Rhythmen, jazzähnlichen Arrangements und ihrem Gefühl für R&B. Am 27. Oktober 2017 erscheint ihr neues, selbstbetiteltes Album ‚Deva Mahal‘. Die Inspiration für ihr Album zog sie aus der Idee von Stärke durch Verletzlichkeit. So ist ihre Musik geprägt von roher Ehrlichkeit. Zu hören gibt es emotionale Songs über Liebe und Verlust und die Kraft des menschlichen Geistes, sich über alle Widrigkeiten zu erheben. Auf diesem Weg gelingt es Deva, eine starke Verbindung zu ihrem Publikum herzustellen. Weitere Informationen

So. 19.11. 21 Uhr

Jason Lindner NOW VS NOW

Jason Lindner (p, keys), Panagiotis Andreou (e-b), Justin Tyson (dr)

Der aus Brooklyn stammende, zweimalige Grammy-Gewinner Jason Lindner verbrachte die Nächte seiner Teenager-Jahre in Jazzclubs, wo er unter die Fittiche der alten New Yorker Jazzmeister genommen wurde: Frank Hewitt, Jimmy Lovelace, Gilly Goggins, uvm. Im Laufe seiner beachtlichen Karriere war der junge New Yorker Pionier bereits musikalischer Leiter von Lauryn Hill und Meshell Ndegeocello. Im Jahr 2015 wurde Jason Lindner als Keyboarder ein zentraler Teil der Musik auf David Bowies letztem Album ‚Black Star‘, das mit zwei Grammys ausgezeichnet wurde. Mit dem Wunsch, einen neuen Sound zu kreieren experimentiert Lindner seit Anfang dieses Jahrtausends mit elektronischen Livebands. Für dieses Ziel fand er im elektro-orientierten Drummer Mark Giuliana und im Bassisten Panagiotis Andreou, den er zu seinem Konzert in der Unterfahrt mitbringt, verlässliche Verbündete. Zusammen bilden sie das virtuose Rock-Trio Now vs Now. Die Musik auf ihrem aktuellen Album ‚Earth Analog‘ ist der Soundtrack zu einem Analogon der Erde, einem Planeten mit ähnlichen biologischen Gegebenheiten wie auf der Erde. „Wir stellen uns vor, die Musik auf diesem Album ist die Musik, die die Erd-Analog-Wesen schreiben oder genießen würden.“, sagt Jason Lindner über das Projekt. Weitere Informationen

Mo. 20.11. 21 Uhr

Beats & Pieces BB

Ben Cottrell (leader), Anthony Brown, Oliver Dover, Tom Ward (sax), Phil O'Malley, Rich McVeigh, Richard Foote (tb), Graham South, Nick Walters, Owen Bryce (tp), Richard Jones (p,keys), Anton Hunter (git), Stewart Wilson (b), Finlay Panter (dr)

Die Beats & Pieces Big Band ist keine herkömmliche Big Band - eher eine Band, die einfach nur groß ist. Die eingeschworene 14-köpfige Gruppe aus der legendären Musikstadt Manchester begeistert mit ihrem ganz eigenen Sound aus ungeschliffener Rockenergie, raffinierten Jazzideen, mitsingbaren Melodien und tanzbaren Rhythmen. Geleitet vom Komponisten und Dirigenten Ben Cottrell, der bereits mit dem Metropol Orkest, Laura Mvula und dem BBC Symphony Orchestra zusammengearbeitet hat, wird die Band Musik von ihrem dritten Album vorstellen, welches 2018 zum zehnten Bandjubiläum erscheinen wird. Als mehrfacher Gewinner von Auszeichungen im In- und Ausland ist Beats & Pieces eines der aufregendsten und abenteuerlichsten Large Ensembles Europas - und gewiss die faszinierendste Gruppe von Gentlemen, der Sie seit einer Weile begegnet sind. Weitere InformationenMo. 20.11. Tickets reservieren

Di. 21.11. 21 Uhr Polnische Jazztage 2017

Maciej Obara Quartet

ECM artist in concert

Maciej Obara (sax), Dominik Wania (p), Ole Morten Vågan (b), Gard Nilssen (dr)

Maciej Obara ist ein polnischer Saxophonist und Improvisator, charakterisiert durch eine Spielweise mit Wiedererkennungswert und seinen gewaltigen Sound. Von Beginn seiner Karriere an entwickelte er konsequent seine eigene musikalische Sprache. Obwohl er mit verschiedenen Künstlern aus Japan, den USA und Europa zusammenarbeitete, blieb sein Fokus immer auf seinem ursprünglichen Quartett mit Dominik Wania am Piano, Ole Morten Vågan am Kontrabass und Gard Nilssen am Schlagzeug. Sein Aktuelles Album ‚Unloved‘ erscheint am 3. November 2017 bei ECM Records. Es ist ein Album, dessen ausdrucksreicher Umfang sanfte Lyrik und ein leidenschaftliches, feuriges, kraftvolles Spiel umfasst. Mit Ausnahme des Titelsongs stammen alle Melodien aus der Feder des erfinderischen Altsaxophonisten. Dabei betont Obara jedoch stets, dass diese Melodien „als Ausgangspunkte fungieren, von denen aus unser Sound entfesselt wird. Meine Bandkollegen sind unglaubliche Improvisatoren. Ich liebe ihr Talent, sich frei im offenen musikalischen Raum bewegen zu können, und die Art und Weise, wie sie dem, was ich im Sinn habe, Form und Farbe geben.“ Weitere InformationenDi. 21.11. Tickets reservieren

Mi. 22.11. 21 Uhr ACT: Jazz Night

Magnus Lindgren - Stockholm Underground

Magnus Lindgren (fl, sax, cl, keys), Henrik Janson (g), Lars “Larry D” Danielsson (b), Per Lindvall (dr)

Im Herbst 2017 veröffentlicht Magnus Lindgren sein neues Album ‘Stockholm Underground’ beim Label ACT. Produziert wurde es von Nils Landgren und Siggi Loch. Bekannt als langjähriges Mitglied der Nils Landgren Funk Unit ist Magnus Lindgren nicht nur ein begnadeter Saxofonist, sondern vermutlich einer der besten Jazz-Flötisten, die Europa derzeit zu bieten hat. Im Rückgriff auf musikalische Traditionen und Vorbilder entsteht oft Neues, mitunter Wegweisendes. Das dachte sich auch Kurator und Produzent Siggi Loch, als er Magnus Lindgren den Vorschlag unterbreitete, sich auf die Spuren von Herbie Mann zu begeben: Sein neues Album ‘Stockholm Underground’, ist eine Hommage an den berühmten Jazz-Flötisten und angelehnt an dessen legendäres Album ‘Memphis Underground’ von 1969, das der US amerikanische Rolling Stone 2013 unter die „100 besten Jazz-Alben“ aller Zeiten wählte. Die lässige "Sweet Soul Music" des 2003 verstorbenen Herbie Mann wird hier in die Gegenwart geholt. Weitere InformationenMi. 22.11. Tickets reservieren

Do. 23.11. 21 Uhr

Dave Douglas & Chet Doxas: Riverside with special guest Carla Bley

featuring Steve Swallow and Jim Doxas

Carla Bley (p), Dave Douglas (tp), Chet Doxas (sax), Steve Swallow (b), Jim Doxas (dr)

Dave Douglas ist ein überaus produktiver Trompeter, Komponist, Pädagoge und Unternehmer aus New York City und bekannt für die stilistische Bandbreite seiner Arbeit und dafür, eine Anzahl an facettenreichen Ensembles und Projekten gleichzeitig am Laufen zu halten. Sein einzigartiger Beitrag zu improvisierter Musik findet Anerkennung an bedeutendster Stelle und verschaffte ihm u. a. eine Guggenheim-Mitgliedschaft, einen Aaron Copland Award und zwei Grammy-Nominierungen. Im Laufe seiner Karriere nahm er mehr als 40 Platten als Bandleader auf und seine derzeit aktiven Projekte beinhalten u. a. das Quartett Riverside, das er zusammen mit Saxophonist und Klarinettist Chet Doxas führt. Ergänzt wird es von der Rhythm Section, bestehend aus Steve Swallow am Bass und Jim Doxas am Schlagzeug. Riverside vereint ihre Liebe zu improvisierter Musik mit Bluegrass, sakralen Liedern und appalachischer Musik. Heraus kommt dabei ein akustisches Gesamtkunstwerk, tief verwurzelt in der Americana und im Jazz. An diesem Abend spielen die Musiker zusammen mit Carla Bley, einer der prägendsten und einflussreichsten Frauenfiguren des Jazz. Für ihr Lebenswerk wurde die Komponistin und Pianistin 2015 vom ‘National Endowment for the Arts’ zum Jazz Master geadelt. Anfang der 1960er Jahre tauchte Bley mit eigenen musikalischen Konzepten in der Jazzwelt auf. Seitdem zeichnet sie sich durch ungebrochene Kreativität und Originalität aus. Frühe Vorbilder waren u.a. Monk, Satie und Miles Davis - Musiker, die wie sie mit wenigen Noten viel auszudrücken verstanden. Weitere InformationenDo. 23.11. Tickets reservieren

Fr. 24.11. 21 Uhr

Emilia Martensson

Emilia Martensson (voc), Luca Boscagin (g), Sam Lasserson (b), Adriano Adewale (perc)

Emilia Mårtensson ist eine in London ansässige schwedische Sängerin und Komponistin. Nach ihren letzten beiden CD-Veröffentlichungen hat sich Emilia hochverdient einen Ruf als eine der aufregendsten jungen Sängerinnen in der UK-Jazzszene aufgebaut und wurde im vergangenen Jahr bei den Parliamentary Jazz Awards mit dem Award ‚Vocalist of the Year-2016‘ ausgezeichnet. Ihre sanfte und ausdrucksstarke Stimme und ihre persönlichen Kompositionen sind fest verwurzelt in der Folklore und der Musiklandschaft ihres Heimatlandes Schweden und tragen zu der Mystik und Faszination, die diese charakteristische und durch und durch ursprüngliche Sängerin verströmt, bei. Mit ihrer Musik lässt sie die Grenzen zwischen Jazz/ Folk und Alt-Pop verschwimmen. Neben ihren eigenen Kompositionen spielt sie zudem Stücke, die in der Zusammenarbeit mit einigen der ausgezeichnetsten Songwriter, die Londons Musikszene zu bieten hat, entstanden sind. Weitere InformationenFr. 24.11. Tickets reservieren

Sa. 25.11. 21 Uhr

Anna Leman’s Lemansland

Anna Leman (voc,comp), Janine Schrader (sax, fl, voc), Josef Reßle (p), Christian Schantz (b), Frank Zscheile (dr)

Anna Leman, "…eine der verführerischsten Stimmen der Stadt…“ (Münchner AZ), begeistert seit Jahren ihr Publikum mit Ihrer ausdrucksvollen Stimme und ihrer starken Bühnenpräsenz. Mit großer Leidenschaft, getragen von musikalischer Virtuosität präsentiert die Münchnerin mit ihrer Band Lemansland ihre eigene Musik, die sich geschmeidig zwischen verschiedenen Genres, wie Jazz -, Pop -, und klassischen Elementen bewegt. Spritzig und tanzbar, sinnlich und melancholisch ist das neue Programm von Anna Leman. Immer wieder überraschend und spannend. Lebensfreude pur, dann Tiefe und nachdenkliche Worte wie in einem ihrer neuen Songs ‘The 'World Is Burning’. Weitere InformationenSa. 25.11. Tickets reservieren

So. 26.11. 21 Uhr

Jam Session mit Andrea Hermenau (voc, p)

Die feinfühlige Münchner Pianistin und Sängerin Andrea Hermenau, die gegenwärtig als Mitglied der Band "Die Drei Damen" (Enja) auf sich aufmerksam macht, "gehört zu jenem neuen deutschen Fräuleinwunder, das derzeit die Männerbastion Jazz schleift. Es kommt hier zusammen, was sich in Jahren verdichtet hat: das harmonisch versierte, melodisch getragene Klavierspiel; der immer mehr auf das Wesentliche konzentrierte, sehr weiche und schöne Gesang; und schließlich das staunenswert rhythmische Gefühl der einst auch als Perkussionistin auftretenden Andrea Hermenau." (SZ). Nach ihrem Jazzklavier- und Gesangsstudium in München studierte sie Komposition bei Thomas Zoller in Dresden. Die während ihres Kompositionsstudiums entstandenen Stücke spielte Hermenau zusammen mit ihrem Quartett ein und veröffentlichte diese auf der CD ‘Die Nachtpracht’ bei dem schweizer Label UNIT-Records. Sie spielte u.a. bereits mit Heinz von Hermann, Johannes Enders, Dusko Gojkovic, Thomas Stabenow, Harald Rüschenbaum, bei der Band Etna u. v. m. Andrea Hermenau freut sich bei der heutigen Session auf altbekannte aber auch neue Musizierende auf der Bühne und zahlreiche interessierte Zuhörer. Weitere InformationenSo. 26.11. Tickets reservieren

Mo. 27.11. 21 Uhr Big Band Night

Munich Lounge Lizards

Count Basie, Benny Goodman und Buddy Rich - das sind nur ein paar der Schutzheiligen der 'Munich Lounge Lizards'. Das Publikum in seinen 'Fancy Pants' und 'Shiny Stockings' bekommt ein 'Big Grin Face', wenn die 'Hardest Working Big Band in Town' diesen und anderen Swing-Legenden huldigt. Unter der Leitung des Baritonsaxofonisten Michael Lutzeier erwartet Sie ein Flug zur 'Prime Time' auf dem Rücken eines 'Foo Bird', durch 'Blue Skies' und weiter 'Over the Rainbow', bis Sie schließlich 'Falling in Love' mit Sängerin Miriam Arens erleben. Heute Abend bleibt garantiert kein Finger ungeschnippt und kein Knie ungewippt. Weitere InformationenMo. 27.11. Tickets reservieren

Di. 28.11. 21 Uhr Polnische Jazztage 2017

RGG Trio

Łukasz Ojdana (p), Maciej Garbowski (b), Krzysztof Gradziuk (dr)

Seit dem Jahr 2001 wird das RGG Trio mehr und mehr mit improvisierter Musik nach europäischer Art in Verbindung gebracht. Im Jahr 2017 wurde das Piano Trio offizieller Teil des neuen Quartetts von Tomasz Stanko. Bassist Anders Jormin sagt über ihre Musik: „Wenn ich dieser wundervollen Musik lausche, wird mir klar, wie das RGG Trio mit wachem Geist und mit demütigen Seelen, gefüllt mit Respekt, an Ihre Musik herangeht. Ihr Bewusstsein für Klang und Raum begründet die Tatsache, dass das RGG Trio ein europäisches Ensemble ist, das sich der verschiedenen Parameter in der Musik sehr wohl bewusst ist, die es wert sind beachtet zu werden.“ Ihr aktuelles Album ‚AURA‘ erschien bei Okeh Records (Sony Classical). Weitere InformationenDi. 28.11. Tickets reservieren

Mi. 29.11. 21 Uhr

Dave Holland Trio

featuring Kevin Eubanks and Obed Calvaire

Dave Holland (b), Kevin Eubanks (g), Obed Calvaire (dr)

Im Verlauf seiner beinahe fünfzigjährigen Karriere hörte Bassist und Komponist Dave Holland nie damit auf, sich weiterzuentwickeln. Sein Konzept ist es, sich mit jedem neuen Projekt immer wieder neu zu erfinden und währenddessen seine auf Anhieb wiedererkennbare musikalische Stimme zu verfeinern. Vom elektrischen Wirbelwind von Miles Davis Electric Band über das avantgarde Quartett 'Circle' bis hin zu seiner eigenen gefeierten, mit dem Grammy ausgezeichneten, Bigband gehörte Dave Holland seit seinen frühesten Tagen zu den Vorreitern des Jazz in seinen verschiedensten Formen. Außerhalb der Jazzwelt arbeitete er zusammen mit Bonnie Raitt, dem Flamencomeister Pepe Habichuela und Bluegrass-Legende Vassar Clements. Im Jahr 2013 präsentierte der aus Wolverhampton, England, stammende Künstler das viszeral elektrische Quartet ‚Prism‘, bestehend aus seinem langjährigen Kollaborateur und ‚Tonight Show‘-Bandleader Kevin Eubanks, dem Keyboarder Craig Taborn und Schlagzeuger Eric Harland. Weitere InformationenMi. 29.11. Tickets reservieren

Do. 30.11. 21 Uhr

Ernie Watts Quartet

Ernie Watts (sax), Christof Saenger (p), Rudi Engel (b), Tobias Schirmer (dr)

Ernie Watts ist für seine Saxophon-Solos bekannt, die den Zuhörern Gänsehaut bereiten. Wie schon damals auf dem Album ‚Big Swing Face‘ (1967) der Buddy Rich Band fährt der mittlerweile 72-jährige damit fort, seine bewusstseinsverändernden Solos zu weben. Sein aktuelles Album ‚Wheel of Time‘, aufgenommen mit seinem Quartett, beinhaltet 9 Songs. Vier davon schrieb Watts selbst, die restlichen Titel stammen von seinen Bandmitgliedern. Sie entfesseln ihr Talent, während sie Watts unterstützen: der vielfältige Pianist Christof Saenger, der standhafte Bassist Rudi Engel und der erfinderische Schlagzeuger Tobias Schirmer. Nichts desto trotz ist es Ernie Watts, auf dessen Schultern dieses Album entstand. Und es sind starke Schultern. Denn nach mehr als einem halben Jahrhundert von seinem scharfen Saxophonspiel zeigt der Maestro keine Anzeichen, mit seinem Spiel vom Gas zu gehen. Mit anderen Worten: ‚Wheel of Time‘ ist vintage-Watts, gemäßigt lediglich durch Weisheit und seine jahrzehntelange Erfahrung. Weitere InformationenDo. 30.11. Tickets reservieren

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